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' stieg der Thron bis zur Decke des Saals, der Kaiser blickte majestä-tisch herab, und Alles war vorbei in hoher Stille.
Mit der Noth des armseligen Hofes von Byzanz stieg noch dieHofpracht, und in das tolle Etikettenwesen konnte sich der deutscheRitter weniger fügen als der französische; es vermehrte nur den Grollbiederer Ritter gegen die tückischen Griechen, die ohnehin keinen Sinnhatten für die heiligen Gelübde der Waller; sie hielten solche nur fürVorwand, Ostrom zu stürzen, wie Westrom gestürzt war, und so der-wandelte sich am Ende die Sophienkirche in eine Moschee und dasKreuz in den Halbmond, was nie geschehen wäre, hätten die Kaiserdie tapfern Pilgerheere unterstützt, statt sie durch Hochmuth Zu erbst-teru und dem Feinde zu verrathen. Ohne die Etikette gäbe es keineTürken in Europa, von denen Deutschland so viel zu leiden hatteund daher freut es mich doppelt, daß wir kein deutsches Wort fürdiese Albernheiten haben; denn das Lumpische Hofzwang geht hoch-stens im komischen Sinne; aber sie mußte einer Zeit zusagen, die nnrLehnherren und Vasallen kannte, letztere gewohnt, nur knieend zu redenknieend zu empfangen und knieend den Hosdienst zu verrichten: amallerkomischsten war Wohl. daß man bei großen Rittergelagen denHerrn zu Pferde bediente, und gleich komisch ein Ritterschlag.
Carl der Große war zu groß für Etikettentand, wie die Friedricheund Josephe unserer Zeit; aber Carl der Kahle und die Ottvnenglaubten seiner zu bedürfen, und nun kam erst noch der glänzende bur-gundifche Hof, von dem die strenge Etikette mit der Erbrachter an dasHaus Oesterreich überging und so auch an die Bourbons. Henri IV.unterhielt sich vertraulich mit Allen, Louis XIV. aber, der Große ge-'nannt, wie Constantin, verschanzte seine Nichtigkeit hinter Etikette undfand Nachahmer genug. Die spanische Etikette unter König Carl II.war so majestätisch, daß es viel war, daß er einem Redner, der inder Verwirrung zur gewöhnlichen Anrede noch beisetzte: „Allmächtigerdes Himmels und der Erde," zurief: Zu viel! Ob es Leopold I.gethan hätte? Er rief einst, da sein Leibarzt ihn im Bette befühlteund AU weit kam: Üben, boe 68t mombram ilOZtrum imPsrials saero-vaessrsuin! *
Carl V. brachte das hochklingende Wort Majestät ganz in Gangdas zu Rom seit dem Julischen Majestätsgesetz so viele Köpfe gekcstethatte, auf deutschem Boden aber weniger Unheil stiften konnte. Deralte Deutsche glaubte, daß ein Fürst essen, trinken, schlafen, scherzen,
> Hatt, das ist unser kaiserliches heilig-cLsarisches Glied;