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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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mit der KLnigsrolle Stimme, Klang, Kleider und noch weit mehr,wie Schauspieler auch gerne thäten, wenn es anginge. Der römischeKaisertitel, den der große Carl sich aufheften ließ, hat Deutschlandmehr geschadet, als Hunnen, Tataren und Türken; ohne ihn hättenDeutsche ihre Kraft nicht in Italien vergeudet, wir wären längstNation; es gäbe auch keinen Carl VII., den der Britte Stair zuFrankfurt gegen Mangel schützte, und der nicht wußte, wo er seinHaupt hinlegen sollte; aber bei seiner Beisetzung wurde der Reichs-apfel dennoch vorgetragen. Das Wort Kaiser verdanken wir Cäsar;wäre Catilina ebenso glücklich gewesen, so sprächen wir vielleichtCatilinarische Majestät. Das Wort kaiserlich ist an vielem Ueber-muth schuld, vorzüglich beim kaiserlichen Soldaten in dem langenKriege; nur ein alter Fcldzengmeister, der Oesterreich 68 Jahre dienteund als regierender Reichsgraf starb, mißbrauchte es schwerlich, sagteaber selbst im gewöhnlichen Gespräche nie der Kaiser knrzweg, sondernstets kaiserlich-königliche Majestät, und oft mit dem Beisatz: „Unserallergnädigstes Reichsoberhaupt!"

Der Grieche dachte sich Jupiter als Serenissimus in heitererRuhe; dies wurde übertragen auf die Götter der Erde, und wennJemand recht heiter und in Ruhe sein könnte, so wären es allerdingsdie, die Alles haben, was sie wünschen, denen Alles entgegenkommt,und die allein möglichst frei sind. Eure Heiterkeit wäre unstreitig derschönste Titel der Großen, denn Heitere machen gerne wieder Heitere;aber wer wollte ihnen in unseren Zeiten Heiterkeit auch nur znmuthen,oder unsern Reichsgrafen noch das Olsisslmus, da ihre hohen Burgenlängst Ruinen sind, und zu neuen das Gold und die Leibeigenen fehlen?Sie konnten beinahe alle, wie Henri IV., die Anrede: ^rtzs Laut,trss xuissant, tres giorieux unterbrechen: Lgvuter trss las! * Nochkomischer scheint das Wort geruhen und erscheint in seiner ganzenGlorie, wenn man an das Mädchen denkt, das einem sich gnädigeFreiheiten erlaubenden Prinzen sagte: „Eure Durchlaucht geruhen abersehr unverschämt zu sein," oder gar hört: „Se. Majestät geruhetengestern, sich in die andere Welt zu erheben."

Der Titel Excellenz, den wir schon aus Cornelius Nepos: Vitasexosllsntium imporatornm, ^ kennen lernen, den aber noch im vorigenJahrhundert selbst Professoren und Doctoren, und letztere noch am

i Sehr hoch, sehr mächtig, sehr ruhmreich. — Fügt hinzu: Sehr müde. — ? Lebens-beschreibungen ausgezeichneter Feidherren. (Bekanntlich ist Cornelius Nepos gewöhnlichder erste Klassiker, den die Jugend liest.)