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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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ersten, verdienten', wenn sie ihn von Geheilten erhielten, wäre sowenig übel als Eure Heiterkeit: denn er könnte ein herrliches Mo-ments abgeben, das zu sein, was man eigentlich sein sollte. Ehedemwurde der Titel nur kaiserlichen und königlichen Personen gegeben,dann ging er über auf Fürsten und Grasen. An, Reichstage warHöllenstreit, ob auch fürstliche Gesandten Excellenzen seien, und alsman zwischen Staatsexcellcnz und Schulcxcellenz distinguirte, so mach-ten doch gelehrte Pedanten nicht weniger aus ihrem Titel. Gar vieleExcellenzen cxcellirten nur in dem, was man Insolenz heißt, und destomehr, je kleiner das Land, wo sie cxcellirten oder insolirten, war.Mit Vergnügen erinnere ich mich einiger wahrhaften Excellenzen, undeine davon, die in Ungnade gefallen auf ihren Gütern lebte, lachteherzlich über ein Ihrer Excellenz zugesandtes Gemälde unter derAdresse: Au Herrn Grafen N. N. Exelends." Der Künstler schriebso ohne Arges; hätte aber eine Alltagsexcellenz so lachen können? Soverdiente auch in einem katholischen Städtchen ein gewisser Hofrath,der sehr gastfrei war und einen excellenten Tisch führte, den TitelExcellenz; er blieb ihm auf meine Veranlassung und hatte Sinn.

Die Sonderbarkeit des Titels Eure Durchlaucht erscheint so-gleich vor Augen, wenn man mit jenem Franzosen übersetzt: VotroIransxarenes, r und Erlaucht ist dasselbe. Ein Portugiese nannteeinen Spanier, beide von hohem Adel, nur Excellenz; dieser gab da-gegen nur Vuestra Nsrvsä, Eure Gnaden; der Portugiese nannteihn auch so, und nun sagte der Spanier Excellenz. „Aber wie?" fragteder Portugiese betroffen. „Weil mir alle Titel gleich sind, sobald nurwir einander nicht gleich sind;" und diese herrliche Antwort fiel mirschon hundertmal ein unter sogenannten Gnädigen. Gnade ist fürjeden Denker eines der ekelhaftesten deutschen Wörter, Mischmasch vonWillkür und Gutmüthigkeit, den Begriffen von Recht und Weisheitentgegen, besonders wenn wir erst bedenken, daß Eure Gnaden ausder Barbarei des Mittelalters und der Feudalzeit herrühren, wo dieUnterthanen nur Pflichten, aber keine Rechte hatten, bloße Sachenwaren und sich noch unterthänig für die gnädige Strafe bedankenmußten, wenn der gnädige Herr geruhte, sie ins Hundeloch zu stecken.Wahrlich, man sollte weniger Accent auf gnädig legen, zumal die-jenigen, deren Gnade Niemand verlangt, die sich sogar für kleine Aus-hülse recht gnädig bedanken und gar oft von der Gnade der Gläubigerleben. Jener indische Nabob schenkte einen: Europäer einen Elephanten,» Eure Durchsichtigkeit.