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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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schuldigt wird: „Wenn zwei bei einander liegen, wärmen sie sich; wiemag ein Einzelner warm werden?" oder manche Zote, da unsere Ob-seuri oft und viel in der Herberge mit Supponiren zu thun habenund das damals, nliguic! pro gsuibus I Dudens stat ita äurs, vol-lem uuoes psroutsrs oum so an der Tagesordnung ist, können nichtmehr gefallen; aber zu ihrer Zeit war das Buch ein Leibbuch sogardes trefflichen Morus und vertrat sogar Chirurgenstelle bei dem geist.vollen Erasmus; er lachte sich über das ckmbolitor iuutilem ms kaoiaiu>ein Geschwür auf, das geschnitten werden sollte. Das allerkomischstewar, daß die dummen Mönche lauge glaubten, das Buch sei zu ihrenGunsten geschrieben, sie kauften sogar viele Exemplare, um damit denOrdensobcrn Geschenke zu machen; zu spät schleuderte Leo X. seinenBannstrahl.

Hütten, voll Eifer für Wissenschaft und Kunst, der verschmähte,sich um ein Plätzchen in der Bürgerwelt, in der Theologie oder imJus, das ihm wenigstens Dach und Fach und eigenen Herd gewährteumzusehen, hatte bereits seinen Nemo geschrieben; seine Aula (der HofVon Mainz) und §sdri», sein Xatisvns und kasiulllus sxul (gegenRom), seine luspioieutos, I'ortuns, Iriumpbus vaxnionis rc. folgten.Sein Aufenthalt zu Rom hatte dieselbe Wirkung auf ihn wie aufLuther; beide überzeugten sich desto anschaulicher, daß Rom die HureBabels sei, und entbrannten; Hütten wäre unter glücklichern Umstän-den der Demvsthcnes der Deutschen geworden. Der fränkische Edel-mann kämpfte mit seiner Feder wie mit dem Schwerte, starb aberschon im 36sten Jahre; die Verirrungen seiner Jugend hatten ihmjenes schreckliche Uebel zugezogen, das man damals noch nicht zu heilenverstand, und es zerfraß seine Kraft; seine Asche ruht auf der kleinenInsel Ufenau im Züricher See, und er hatte zuletzt nicht, wo er dasHaupt hinlegte, war sein ganzes Leben durch ein herumirrender Nemo,und damit er auch dies im Tode bliebe, bekamen wir erst im neun-zehnten Jahrhunderte die Sammlung seiner Werke, sein schönstes Grab-denkmal.

Erasmus, dessen sich Batavien rühmt, wie Böotien des Pindar,der Mann, der in der ungestümen Reformationsepoche zur Mäßigungrieth und es darüber mit beiden Theilen verdarb, ist wohl der merk-würdigste Mann für uns, denn er war der geschmackvollste und ele-ganteste Satiriker, der Lucian und Voltaire seiner Zeit; er verdient,daß man bei ihm weilt. Er kam zu Rotterdam 1467 zur Welt als> Ich werde mich verteufelt unnütz machen.