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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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und Tod spaßt, so daß er, wie Goethe sagt, von allen heitern, ver-ständigen, in das Schicksal ergebenen Menschen als Heiliger verehrtzu werden verdient, interessiren noch am »leisten. „Sie sind stolz,"schreibt er Geliert, „daß der König mit Ihnen gesprochen hat? DerKönig hat mir Haus, Bücher, Handschriften und Perrücken verbrannt,das sagt mehr; aber ich bin nicht stolz darauf, und nackend wie einGratulant." Lachender Witz stand ihm auch in Gesellschaft zu Ge-bot; einst stand er im Conzert neben Gellerts Bruder, der Fechtmei-ster war. „Wie heißt der Herr neben Ihnen?" fragte Jemand; „Erhat keinen eigenen Namen und behilft sich mit dem seines Bruders."Diese Antwort ließe sich auf gar viele Herren von — anwenden.

Rabener ist Asche; und wer sind die, die über seiner Asche wan-deln und auf seinen Schultern stehen? Die Antwort setzte mich inVerlegenheit, wenn mir ein Ausländer diese Frage machte. Wirsind arm, folglich dürfen wir es nicht so genau nehmen. So zählenwir denn einen Rost unter unsere Satiriker wegen seines Vorspiels,eine Satire auf den Pedanten Gottsched, und wegen seines Schrei-bens des Teufels. Zwei Verse aus dem Vorspiel bleiben allenfalls:

Mit Bitten herrscht die Frau und mit Befehl der Mann,

Die eine, wenn sie will, der andere, wenn er kann,

und seine freien Erzählungen: das Zeisignest, die Nachtigall und dieBrautnacht. Wir zählen ja einzelne Stücke von Halter, Hagedorn,Bodmer, Zachariä, Elias Schlegel, Kronegk rc. unter unsere Satiren,und zwei satirisch-komische Genies, die Mangel und Unglück nieder-drückte, verdienen Erwähnung: Löwen und Riedel; des erster«, der1771 als Registrator zu Rostock starb, satirische Versuche, die sichin der Sanimlung seiner Schriften finden, sind nicht schlecht, und nochbesser des letzter«, der Professor zu Erfurt war, Satiren in den zweiersten Theilen seiner Werke. Sein Ruf nach Wien war sein Unglück,aus der Ungnade fiel er in Armuth und Liederlichkeit, und starb 1775im St. Markusspital. Man schilderte ihn der Kaiserin als Freigeist,und Andern mißfiel sein ungenirtes und loses Maul; er mißfiel schon,weil er stark rauchte, und dem Minister Kaunitz deßhalb, weil er nichtim schwarzen Rock, sondern in seinem Erfurter grünen, mit Tressenbesetzten Staatsfrack aufwartete.

Wer sich einen recht anschaulichen Begriff von den Satiren dieserZeit machen will, lese von Justi und Heß scherzhafte satirische Schrif-ten, oder auch Professor Lasius satirische Abbildungen und Regeln derDemokritos. VIII. 15