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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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ten. süße Dummköpfe, aufgeblasene einfältige Dorfjunker, Wucherer,Gelegenheitsreimer, Geckinucn rc. Die akademische und gelehrte Weltgilt heutzutage nicht mehr, was sie gegolten hat, und mit vollemRechte, und die vornehmere Welt ließ er ungehndelt; schwerlich erhobsich sein Blick bis zu den Gebrechen des Staates und den Sottisenins Große, wie noch heute bei tausend Juristen und Steuerräthen,deren Politik die Zeitung umfaßt; manche Dinge hat er vielleicht selbstaus der Welt hiuausgelacht, folglich muß Rabener veralten. Aberseine Zeit stellte ihn neben Rabelais und Swift; wahrlich! ReineckeVoß, Fischart, Brandt, Moscherosch rc. verdienten es noch eher, dochsie stellte ihn auch eigentlich bloß neben den weinerlich langweiligenGeliert. Im gallischen Kleide nahm er sich am albernsten aus, undwas in Sachsen tobendes Lachen erregte, z. B. in den Hosmcister-briefeu: „NR- raucht Bremer," war da Unsinn und ohne allen Stachel.

Rabener hatte satirischen Geist, aber sein Zeitalter übersah ernicht, seine Satire ist nur halb, und seine Redseligkeit spinnt denFaden so weit aus, daß er alle Farbe und Kraft verlieren muß; ergeißelt nicht die Menschheit, sondern klopft bloß seine Obersachsen,die er auch allein kannte, ein bischen auf die Finger, wie LeipzigerRecensenten Leipziger Schriftsteller. Angenehm lassen sich indessennoch immer lesen: das deutsche Wörterbuch; die satirischen Briefe,vorzüglich die der Hofmeister und Pfarrwittwen; der Roman eineralten Spröden; die Sprüchwörter; der Beweis, daß Reime in derDichtkunst unentbehrlich; die Kunst zu bestechen und das Mährchenvom ersten April. Bei Dresdens Bombardement verbrannten seineHandschriften, die vielleicht gerade das Beste enthielten, das er nichtdrucken zu lassen wagte, und er wollte sie nicht noch einnial schreiben,uin den Narren, wie er sagte, doch eine Freude wenigstens beimBombardement zu machen. In seiner Abhandlung über den Miß-brauch der Satire erklärt er selbst: es sei verwegen, die Fehler derOberen zu berühren; die Satire dürfe nur Thorheiten züchtigen, aberohne hämische Seitenblicke (ganz recht), und nie ihren Witz an heili-gen Gegenständen, die durch lange Gewohnheit und alteS Herkommenehrwürdig geworden, auslassen. — Eia! wo wären wir da?

Goethe hat dem biedersinnigen deutschen Lacher in seinem Lebenein Denkmal gestiftet, das mich freut, wenn ich auch nicht davorknieen kann. Rabencrs Briefe an Gellert, wo er sich ganz der hei-tern Nichtachtung dessen, was ihn umgibt (seine Amtspflicht ausge-nommen), überläßt und über seinen eigenen Zustand, Unglück, Leben