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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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guet keimen gelernt, Witz und Persiflage, und da er ohnehin nie imGeleise der Convenienz zu bleiben wußte, so spottete er über Alles,selbst über Freunde und Wohlthäter, in seinen DenkwürdigkeitenWiens über die gastfreien jovialen Wiener, wie über die gutmüthi-gen und fleißigen Angsburger in seinen Reisen des L-nselmus rabio-»ns; die Nördlinger nannte er Cimmerier * und ihre Stadt, sein Asyl,eine nasenlange Welt. Allerwärts hinweggewiesen, setzte er sich indas ötting'sche Dörfchen Baldern, schrieb am Tage seine Journale,und Abends und Nachts soff er mit den Bauern, und machte sie, wiedie Nördlinger behaupteten, alle zu Freigeistern.

In seinen Briefen nach Wien sprach er von seinem Rittergute,und so liefen Briefe ein: „An Jhro Gnaden den Herrn Ritter vonWeckhcrlin auf und zu Baldern;" daher Reisende nicht wenig betroffenwaren, wenn sie den Ritter in einer ärmlichen Hütte fanden, miteinem großen Tyrolerhnt auf dem Kopf, loser Halsbinde, herabhän-genden Strümpfen, zerlumptem Kittel, die ganze übrigens geistvolleund faunartige Figur aber auf Bett oder Boden, umschanzt von Bü-chern. Der Kanton Glarus, mit dem er wegen einer Hexe in Händelgericth, ließ ihn in der Werner Zeitung signalisiren: ckv trsnto

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Fürst Wallerstein nahm sich des Mannes großmüthig an, und nurgezwungen setzte er ihn auf die Feste Hochhaus, wo er aber als Gastbehandelt wurde und gewann; mit Falkenaugen sah er nun von seinerHöhe auf die Vorgänge in Frankreich, ging endlich unter Ministervon Hardenbcrgs Schutz von da nach Ansbach, wo er AnsbacherBlätter herauszugeben begann, aber bald darauf starb. Spott, nächstWein und Mädchen war seine Sache; Andere gegen sich in Harnischzu bringen, wahre Seclenspeise, und so sandte er denn auch Glarus,das seine Chronologen verbrannt und ihn vogclfrei erklärt hatte, seinenSchattenriß mit der Bitte, solchen oben auf den Scheiterhaufen znlegen. Ich war weitläufiger über Weckherlin, als es hier fast schick-lich sein will; man sehe mich im Göttinger Recensenten meinerMöncherei, mit dem ich ganz zufrieden, ja stolz sein mußte, daß dasWerk von einem Göttinger Herrn eines ganzen Bogens gewürdigtwurde (es war Plauk); nur sein Ausruf: „Lebte Weckherlin noch, so

i Nach der Meinung der Alten die Bewohner des höchsten Nordens, die in ewigerFinsterniß leben. — 2 Dreißig Jahre alt, blaß und mager, von kleinem Wuchs, dünnenBemen, im Allgemeinen von sehr unangenehmem Aeußern.