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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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Würdig und heilig ist. Ronsscan's Worte haben Sinn: Voltairs snparawsant en Die», n'a rösllsinont säumig oru, gn'au (liabls. '

Zwölf Jahre nach seinem Tode, 1790, veranstaltete Paris eineförmliche Apotheose; seine Asche wurde feierlich nach dem Pantheongebracht, und Katharina kaufte seine Bibliothek; fast alle Bücher niitseinen Randglossen stellte sie in der Eremitage auf neben seinem Schlöß-chen cn Relief, und der Patriarch sitzt selbst daneben im Schlafrock anseinem Schreibtisch. Diese Bibliothek predigt zugleich seinen Mangelan Solidität; eine englische und viele italienische Uebcrsetznngen, eineMenge Lappereien, aber kein einziges deutsches Buch, da er doch solange in Deutschland geweilt und so viel genossen hatte. Man ver-anstaltete Ausgaben über Ausgaben von seinen Werken, ohne ihn zubefragen, und er äußerte: ils ins rsgarcks oomins inort, on vsnä nresinendlos. ^ Voltaire steht in hundert Bündchen vor mir; ich wall-fahrtete einst im heiligen Enthusiasmus der Jugend nach seinem ver-lassenen Fcrney, und jetzt? Jetzt lese ich ihn nur noch um der Sprachewillen, zur Erholung von anstrengendem Stndiren und Arbeiten undzum Einschlafen. In spätern Jahren schätzt man Geist und Talenteweniger am Menschen, als moralischen Charakter und Gutmüthigkeit,und so stört mich ordentlich eine Art Haß in dem Genuß der Schrifteneines Mannes, den der sterbende Maupcrtnis zu Basel noch zu spre-chen wünschte, um sich ganz auszusöhnen; er verweigerte solches, setzteaber dafür in Bernonlli's Zimmer auf das Bild Maupertuis ein bos-haftes Epigramm, das ich aus Verdruß gar nicht abschreiben mag.Ob wohl mehr als zehn von jenen hundert Bänden auf die Nachweltübergehen? Voltaire selbst ahnte so was, indem er irgendwo sagt:On ns va point ü la pvsterits avsv nn si gros lmgaAS. ^ Er warein Götze der Lescwelt seiner Zeit, schrieb für die Lesewelt, und Lese-welt ist nicht Nachwelt.

Schließlich muß ich noch eines deutschen pstit Voltairs inangus (ver-gecktcr Voltaire) erwähnen, der in den Jahren 1770 bis 90 ungemeinviel Aufsehen machte und viel gelesen wurde, und jetzt so gut als ver-gessen ist, eines Württembergers — Weckherlins, wenn man nichtKotzebue für unsern Voltairs inangus halten will. In seinen Chro-nologen, grauem Ungeheuer, hyperboräischcn Briefen, Paragraphen rc.steckt manches Goldkörnchen; in Frankreich hatte er Voltaire und Lin-

* Voltaire, als er wie ein Gott erschien, hat doch nur an den Teufel geglaubt. —2 Ich betrachte mich als todt — mau verkauft meine Möbel. — 2 Man kömmt mit sogroßem Gepäck nicht auf die Nachwelt.