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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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so viel als offener Kopf oder Genie bedeute. Die Männer habenHaare am Bart, die Weiber nicht, beide aber Haare inwendig inder Nase, das am Grübeln in der Nase Schuld hat, ohne daßes gerade Nachgrübeln nachzieht, denn es gehört zu den widrigenAngewöhnungen. Der Schnupftabak verhindert in unserer Zeit dieoffenen Nasen und vermehrt ohne Noth die Dinge, die verstopfen,und daher zählen wir weniger Leute onmiiotas naris als die Alten.In der Mitte zwischen Adlernasen und den stumpfen Schnauzen stehtdie nasus guaäratus, ' d. h. die symmetrische Nase, der Gegensatz derfeinen Nase, die den Schlechten zu Schlechtigkeiten führt, den Red-lichen aber auf die Defensive, und es ist Schade, daß sie nicht in derRegel Erbtheil des Redlichen ist-

Kaiser Rudolph I- und Max I. müssen stattliche Nasen gehabthaben; jener sagte einem groben Fuhrmann, der ihm in einem Eng-wege zuschrie: „Schon vor Eurer Nase kann ich nicht recht aus-weichen!" — „Nun, ich will Dir helfen!" und drückte seine Naselachend zur Seite. Die kaiserliche Nase rettete ihn indessen von einemUeberfall: ein Blödsinniger, dem er viel Gutes that, hörte im Gelageder Ritter sagen: „Morgen wollen wir die Großnase in Stücke hauen,"und lief noch in der Nacht nach Habsburg, und Rudolph überfielnun seinerseits die Ritter. Max I-, den jeder Künstler abmalenwollte, sagte im Unwillen: „Jeder, der eine große Nase malen kann,will Uns malen!" Große Nasen haben indessen manches Unbequeme,wie wir schon oben sahen, daher Kinder auch nur Naschen haben, umdesto besser saugen zu können. Manche Adlernase ist Schuld, daß ihrInhaber nicht über die Nase hinaussieht, und jenes Mädchen mit dergroßen Nase, die dem Liebhaber obige garstige Antwort gab, hätte sichvielleicht accommodirt, wenn dieser ihr gefolgt wäre, und eins wäreaus dem andern gefolgt.

Stumpfnasen hatten nach dem Geschmack der Alten nur Sa-tyrs und Faune, und hießen Usern, und die Sache beruht auf sehrrichtigen Erfahrungen. Die Stutznäschen der Zofen und Mägde, dievorzüglich in Frankreich zu Hause sind, nirgendswo aber häufiger alszu Lyon, so daß man ein eigenes Lyoner Näschen annehmen könnte,wodurch ich die Lyoner von den Avignoner Schönen unterscheide, undwobei ich mich selbst unwillkürlich beim Näschen nehme, ob ich gleichnicht unter die ^nvlllsrioli, ^ zu gehören glaube — Stumpfnäschen

' Viereckige (d. h. plumpe) Nase. — 2 Mägdejiiaer.