Band 
[Siebenter Band. - Achter Band.]
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zu bestellen und im Zimmer sich nach noch wichtigeren Dingen um-zusehen.

Die Nase ist der hervorragendste Theil am Menschen, oasterisParikurs, und daher hat sich auch die Kunstsprache ihrer bemächtigt,wenn von hervorragenden Theilen die Rede ist, wie wir oben sahen;in den nordischen Sprachen heißen selbst die Vorgebirge Nasen. Unterallen deutschen Nasen verdient noch die Nase Luthers Erwähnung,die ganz den altdeutschen Stempel trägt; sie dringt nicht scharf undspitzig hinaus in die Welt wie südliche Nasen; sie hat weder diegriechische Anschauung, noch die morgenländische Beschallung, nicht diekecke, leichtsinnige, in alle Winkel riechende Süffisance des Franzosen,nicht die Neutralität und Verachtung des Britten, noch die thierischeStumpfheit des Nordens, sondern sie ist ganz deutsch, eine in sich selbstvollendete eigenthümliche Nase. Tiefe, Breite, Geradheit, Schroffheit,Geist und Muth: „Hier stehe ich, ich kaun nicht anders, Gott helfemir!" Nur Derbheit und Grobheit hat sie ein bischen zuviel auf-geladen, vielleicht wären wir aber Alle ohne diese grobe deutsche Nasenoch lange nicht so weit, und römische Feinnasen ritten noch heute aufdeutschen Nasen — psrrump snäum!! ^

Auffallend hat sich in unserer Zeit das alte Sprüchwort an Na-poleon bewahrheitet:

Spitz Niis un spitz Kinn,

Da sit de Düvel drin!

wer sich aber in unsern alten Erbauungsbüchern oder Bibeln umsehenwill, die selten ohne Holzschnitte oder Kupfer erschienen, wie jetzt dieAlmanache, Gedichte und Romane, wird finden, daß doch die abscheu-lichste Nase die des Teufels ist.

Danke du, Riecher, dem Schöpfer der Nasen,

Daß dich so Manches bei Rauchwerk ergötzt,

Daß er den Lcbcnsgeist in dich geblasen.

Daß er dir Christi Fußstapfen vorsetzt,

Fleißig zu spüren,

Wie sie dich führen,

Alles zu meiden, was ewig verletzt.

t Sie ist zu durchbrechen.