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[Siebenter Band. - Achter Band.]
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mache, und ob ein Notar ein rechtskräftiges Instrument in Sachen,den Geruch betreffend, aufnehmen könne ohne Nase?

Im Grunde hat das Recht selbst die bedenklichsten aller Nasen,eine Nase von Wachs, und wenn auch die Fürsten sich Mühe gebenwollten, durch bessere Gesetzbücher dem ewigen Drehen der WachsnaseGrenzen zu setzen, wer schützte gegen die gottgeheiligte Justitia unddie Metallopfer? — und kleine Erkenntlichkeiten in Küche und Keller,oder für die Toilette? Aber hat im Grunde nicht Alles seine Nasen-dreher, und sehen wir nicht überall Nasenmärtyrer? Sonst drehteman ungemein viel an der Nase der Theologie, die so gut als abge-dreht ist; dann kamen die Philosophen an die Reihe, und die Nasedieser Schönen muß so blau sein als die der Weinsäufer roth, oderdie Lust, in deren Blau sie hineindemonstriren und Alles schwarz-blau machen wie Hegel; dann folgte die Politik, von deren Nasen-bestand ich nichts zu sagen weiß, da ihre Nase so fein ist. Nirgend-wo scheint mir aber Mylius Nasenrecht gröblicher hintangesetzt zuwerden als in Italien: mephitischer Gestank verfolgt da selbst in diePaläste der Großen und dringt sogar in das Allerheiligste.

Nach den altdeutschen Gesetzen ist die Nase taxirt, eine Nase rein-weg zu 45 Solidi, konnte sich aber der Mann noch mit den Reliquienbehelfen, 12 Solidi. Solche Zeiten waren schlimm für Nasen; wereine Handvoll Soldi wegzuwerfen hatte, war Herr aller Nasen seinesGaues, man wußte nicht anders, als daß dem Feinde Nasen undOhren abgeschnitten werden müßten, die man an die Obern oder nachHof sandte, wie im Orient, und selbst bei der Kriminaljustiz gab esgenug abgeschnittene Ohren und Nasen, während es in Rußland kaumnoch aufgeschlitzte geben wird, und unsere mildere Zeit sich damit be-gnügt, bloß den steinernen und hölzernen Bildern die Nasen zu ver-stümmeln. Gar viele Heilige haben diese einzige Aehnlichkeit mit denAntiken, daß sie ohne Nasen und Köpfe sind, und letztere hatten sie jaschon im Leben nicht. Mir ist jedoch kein Despote bekannt, der dieNasenringe der Büffel unter seinen treugehorsamsten Unterthanen ein-geführt hätte, denen sich jedoch die Maulkörbe des Rheinbundes näher-ten, und die Nasendrücker im Sarge galten nur insolvent verblichenenNürnbergern. Wenn die Nase alt wird, muß sie sich Vieles gefallenlassen, so viel als andere Glieder: sie tropft oft zur Unzeit, die Brilleist noch die leichteste Last, und im Sterben spitzt sich die dümmste Nase;daher lachende Erben nur nach der Nase sehen dürfen, um den Sarg