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gesseu werden, so wenig als Petrarca glaubte, daß man sein Afrika 'vergessen, nur nach seinen Sonetten greifen und allenfalls über seineSchwärmerei für Laura lachen würde. Später muß die Klerisei deinguten Boccaccio so Angst gemacht haben wegen seines vecminsrone,als Lafontaine wegen seiner freien (lontss; er wollte aller Poesie ent-sagen und Kartbänser werden; Freund Petrarca brachte sein irrendesGewissen wieder auf den Weg der Vernunft. Acneas Sylvins, dernachmalige Papst, Cardinal Poggio, und viele berühmte Vater derKirche haben sehr viel gethan für die schlüpfrigen Novellen im Ge-schmacke Boccaccios, der nngemeinen Einfluß hatte auf Bildung deritalienischen Prosa, und wäre er weniger weitschweifig, so stünde seinVsvamvroiro noch heute über Casti. Aber wie man seine kiamstt»noch 1800 abermals auflegen mochte? Warum nicht lieber Macchia-velli's Belphagor?

Ariosto und Tasso sind die eigentlichen Romane der Italiener,wie Homer und Virgil der Griechen und Römer, wovon unter demkomischen Epos Mehrercs. Ariosto ist der Don Quixote der Italiener,und sie haben Recht; Voltaire aber geht zu weit, wenn er ihn überHomer setzt und über alle Romandichter von Joseph und Potipharan bis zur Pamela und Clarissa. Homer und Virgil werden wohlunübertroffen bleiben und noch gelesen werden, wenn niiailiPichts mehrvom Messias wissen wird; aber wenn man AriostchWemLasso setzt,da stimme ich bei. Am ehesten könnte man noch PalabtÄimkK'vivor--üo eslosts unter die Romane rechnen, der seinem BersasM 1644zu Avignon den Kopf kostete; er läßt den himmlischen Vater die Ver-mählung seines Sohnes mit der Braut der römischen Kirche höchstmißbilligen, denn sie führe das ärgerlichste Leben; Paulus muß be-richten, und bestätigt Alles, worauf Scheidung erkannt wird; es mel-den sich zwar die lutherische und reformirte, die griechische und selbstKetzerkirchen zur Braut Christi; aber der Sohn will lieber, nach sobittern Erfahrungen auf Erden, Hagestolz bleiben. Alle Novellender Italiener überflügelte in unserer Zeit Casti, und da er solcheselbst Novells galanti (einige vierzig) nennt, so weiß man, was zuerwarten steht; sie übertreffen weit Verocchio's Novells galautl; beidesind aber nichts weniger als das, was die Lateiner oasti^ nennen.Unübertrefflich sind Casti's: U» bolla äi Llessanclio VI., l'Inoants-siino, 1'N.ntiolirlsto, l'aroivssoovo ckl krag», Is braooüs eil 8. Orltkons,

i Africa, ein lateinisches Gedicht Petrarcas über den Zug Scipio's nach Carthago.Der Dichter hielt es für sein bestes Werk. — * Keusch.