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für Diana von Chateau Morand erzeugte diesen Roman, der wirklicheRoman aber fiel in der Ehe so unglücklich aus, daß der Mann anden Hof von Savoyen ging, wo er starb; und jetzt kennen wir nochden Namen des Helden Seladvn. Neben diesen Romanen gingen die6ovtss, so frei, als die der Italiener; man staunt über die so belieb-ten Oontos der Königin Margaretha von Navarra (gest. 1549), ausdenen Lafontaine sein freiestes Stück: Im ssrvauts justiüss, ' genom-men hat; man nannte sie die zehnte Muse und die vierte Grazie, undsie konnte schreiben, da sie sich in ihrer unglücklichen Ehe reichlich zuentschädigen wußte, und als die Sünde sie verließ, schrieb sie eine»Niroir äs I'kms pävbsrsoss! ^
Die heroischen Romane des Calpränäde: Cassandra, Cleopatra,Pharamund rc., wie die des Gomberville und der Madame Scuderi,welche ihr Zeitalter Sappho nannte, Clelia, Artamcnes, Ibrahim,Cyrus, Alexander rc. waren schon besser; man verschlang sie, trotzihrer Corpulenz, denn die meisten dieser Helden kommen erst im zehn-ten oder zwölften Band zur Ruhe. Für diese Helden Paßt der jetzigeGeist so wenig mehr als unser Körper zu ihrer Rüstung. Mit ihrenlangweiligen Dissertationen, ihrer galanten Hofsprache, ihren ewigenEntschuldigungen, daß sie nicht galant genug wären, und ihrem ewi-gen Wimmern und Weinen zu den Füßen der Spröden, ermüdetensie endlich selbst ihr Publikum, und die natürlicheren und rührenderenMiniaturgemälde der Madame Lafayette traten an die Stelle; ihreZaide und Rrluossss äs (Mvss, und Scarrons Roman oomigns, dernicht ohne vis oomioa ist, und noch heute gelten mag. Noch mehrGlück machte Fenelons Delemach, die erste Idee zu politischen Ro-manen, dem Ramsays Cyrus und Terassons Sethos, MarmvntelsBelisaire und unsers Halters Produkte nachfolgten, alle aber sehr weithinter Telemach zurückblicken. Der Telemach war noch vor fünfzigJahren das erste, freilich weniger zweckmäßige Buch als Robinson,das man französischen Schülern m die Hände gab, und so auch mir;aber statt des Lehrers hatte ich nur eine Grammatik und ein Wörter-buch neben der Aushülse meiner lieben Mutter. Fenelon interessirteganz Europa und Ludwig XIV. fürchtete sich mehr vor ihm als vorganz Europa, und Jean Jacques rief: 0! s'il vivait sneoro, jaobsrotrerais ä etrs son lagnais, ponr märitor ä'strs son valet äsvbambrs. ^
i Die gerechtfertigte Magd. — 2 Spiegel der sündigen Seele. — v Wenn er nochlebte, so würde ich trachten, sein Lakai zu werden, um würdig zu werden, sein Kammer-diener zu sein.