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[Neunter Band. - Zehnter Band.]
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Ausgabe seiner Werke gehabt hätte, mit Hülfe von Garriks Mimik.Fielding steht bei mir zur Seite Sterue's; jeden Winter lese ich seineSchriften beinahe, und der ernste finstere Mann selbst, der wenigerSinn für Witz und Laune hat als ich, findet einen Charakter, dererhebt und begeistert, Fieldings Alworthy.

Smollet reicht nicht an Fielding und Sterne, steht aber überAndern wieder hoch genug. Er war ein schottischer Arzt, geboren 1720zu Cameron, aber doch mehr Schriftsteller als Arzt. Sein 6ountleatdom, aävsntures ok an atonr und Uounoolot Oreavos haben wenigWerth, mehr aber Uoäerioli Lanilom, der viel von des Verfasserseigener LebcnSgeschichte, als Schiffsarzt bei Carthagena's Belagerung,enthält. Wahrhaft genial ist sein Usrsgrwo Uiekls, wo der Charak-ter des Helden, Capitain Trunnion, trefflich durchgeführt und der alteSeemann in Lagen gebracht wird, die nothwendig Lachen bereitenmüssen, nnd mir wenigstens die Wahl schwer machen zwischen Smolletund Fielding. Sein Meisterstück aber, voll Witz, Laune und Jovia-lität, das ihn neben Sterne und Fielding stellt, bleibt sein Uumtrs^vllnüor. Dieser Roman neben seinem Peregrine Pickle werden leben,wie unter seinen Gedichten die Thränen Schottlands, und die Ode andie Unabhängigkeit; aber seine Fortsetzung von Hmne's Geschichte Eng-lands, 1688 bis 1765, lassen bedauern, daß Hume sie nicht fortgesetzthatte, und seine unbedeutende Reise nach Italien, die er freilich alsKranker machte und auf der er auch zu Livorno starb, ist bloß berühmtdurch Sterne's Spott; sein Smelfungus ist Smollet.

Und wie könnte ich den Verfasser des Vioar ok IlVakotlsIä, ausdem viele Deutsche englisch zu lernen anfangen, wie früher französischaus Telemach — Goldsmith vergessen, einen Inländer und Sohn einesLandpredigers, geboren 1729? Er stndirte zu Edinburgh die Arznei-kunde, flüchtete wegen einer unvorsichtigen Bürgschaft nach Rotterdamund Löwen, und pilgerte von da zu Fuß, ohne Empfehlung nnd Geld,nach Frankreich, der Schweiz und Italien, bei welcher Gelegenheit erseinen schönen Wanderer dichtete. Ein Schullehrer, der lange Unter-offizier gewesen war, hatte dem Schüler so viel von seinen Reiseaben-teuern erzählt, daß er offenbar den Grund zu Goldsmiths Wanderlustlegte, wie bei gar Vielen Robinson und andere Romane; schon beim'Knaben begann sie sich zu zeigen zu Cork und Dublin, und war offen-bar die Ursache seines Abscheues gegen jeden geregelten Beruf undalles seines Mißgeschickes.

Goldsmith kam 1756 wieder nach London; sein Oheim war ge-