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von Toggenburg, der edle Finkenritter mit dem Hans guck in dieWelt (eines der besten noch) rc.; alle diese Romane prangen noch heuteauf allen Dorfmärkten, wie die Classiker auf Leipziger und Frank-furter Messen, nur mit' dem Unterschied, daß sie bloß brochirt an Bind-faden da hängen, das Stück » 6 kr.
Die Diana des Montemapor und Sidney's Arcadia führten auchuns Deutsche in die Schäfereien und zu Neumarks betrübt verliebtemund endlich hocherfreutem Hirten Filemon, der den von Gott verlasse-nen Hoiprediger Buchholz veranlaßte, zu Braunschweig seinen Hercu-linus und Herculisca für ehrbare christliche Leser 1659 niederzuschmie-ren, vermischt mit Gebeten und geistlichen Liedern; denn Seine Hoch-würden zogen, wie sie selbst bemerkten, gegen die Amadisschützcn zuFeld mit dieser besondern Gemüthserfrischnng, die andächtige Seelennicht ärgern und doch dem spanischen Hochtrab und der italienischenRedseligkeit einen Possen zu spielen vermöchten, zum Beweis, daß dieDeutschen nicht lauter wilde Säue und Bären sind, sondern auchtreffliche Fürsten und Ritter unter sich gehabt hätten rc. Gegen dieseheillose Theologcnidce war Hirschsclds Simplicissimus, 1669, immerein gutes Buch, so abenteuerlich auch Herr Schleifheim von Sulfert,wie sich Hirschfeld nennt, zu Werke gegangen ist. Er schrieb als Sol-dat des dreißigjährigen Krieges sein Werk, das sich selten macht, undauch Satiren, die in meiner Ausgabe, Nürnberg 1813, den drittenTheil bilden. Zur Empfehlung des Simplicissimus, dem ich gut bin,will ich bemerken, daß ihn auch Bode liebte, auf den Schöppenstättstolzer sein darf als Abdera auf Demokrit; und da die Spessarter sichso wenig in der Literatur auszeichnen, so muß ich noch beisetzen, daßHirschfeld, Schultheiß zu Renchen, ein Spessarter war — dieser simpleSimplicissimus.
Jetzt begann der heroische Roman, dessen wahrer Vater der Ar-nnnius des Herrn von Lohenstein 1689 gewesen ist, nachdem von ZcrensIbrahim, Sophronisbe, Simson rc. vorangegangen waren, denenHerzog Ulrich von Braunschweig noch eine dickleibige Aramena undOktavia nachsandte; Zieglers asiatische Banise aber stach alle herunter.Schon ihr Anfang: „Blitz, Donner und Hagel, die rächenden Werk-zeuge des gerechten Himmels" rc., mußte Respekt einflößen, und nochheute kann man dieses blutige und doch muthige Pegu von 17L1 inmancher Rvckenstube finden, die natürlich Pegu mit dem bekanntenPeru verwechselt. Der größte Schmierer dieser Zeit war indessenTalander (August Bohse), der einundzwanzig Romane lieferte voll