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Die Freiheit wird sein von langer Duer,
Wenn allzeit eins zeigt diese Uhcr!
Der Feind unserer Nachbarn am Rhein ist der Leichtsinn, unserFeind der Schwersinn. Das Ausland kann uns wegen Fresserei undVollere! nicht mehr anzapfen, oder thut es mit Unrecht; aber sollte esnicht mit einigem Rechte uns immer noch Schwerfälligkeit, Grobheitund Verdrossenheit in Kleinigkeiten fies guerslleo ck'^IlEinanä) > vor-werfen? Der Franzose lacht und wird witzig, wo der Deutsche er-grimmt, grob wird und nach dem Stocke greift, der leider nur nochzu viel regiert. Man gibt fünfundzwanzig Prügel und dann erklärtman erst das, was man sicherlich schon beim ersten Hiebe verstandenhaben würde. Carl XII. hatte die Unbesonnenheit, nach Dresdenhineinzureiten, und dem Kurfürsten, seinem Feinde, einen Besuch zumachen; den folgenden Tag hörte er, daß man in Dresden einenaußerordentlichen Rath halte, und sagte: „Gebt Acht, sie berathschlagenüber das, was sie gestern hätten thun sollen." Zeigte sich dieser deut-sche Nationalzng nicht auch noch nach hundert Jahren im ganzen Re-volutionskriegc? — Durch Fallen lernt das Kind gehen im zweitenJahre, durch Niederlagen lernten wir erst stehen nach zwanzig Jah-ren, und stehen vielleicht fester als die Franzosen, die ja auch am HofeFranz I- nicht wußten, ob sie Carl V- ziehen lassen sollten oder nicht,bis Carl seinen schönen Ring vor der Maitresse d'Etampes fallenließ, und da sie solchen ihm darreichte, sagte: „Nein, Madame, er istin viel zu schönen Händen, tragen Sie ihn zum Angedenken."
Unsere Altvordern überlegten alles Wichtige zweimal; einmal imRausche und einmal in der Nüchternheit, aber dann handelten sie,und wie? — wie Deutsche mit dem rechtlichsten, langsamsten undgrößten Ordnungssinn, der je einer Nation zn Theil ward, die mandaher ohne alle Gefahr mit den vielen Reglements der Staatsmaschineverschonen dürfte; wir aber verloren in Fesseln alle Schnellkraft undsanken vereinzelt in dumpfen Knechtsinn. Daher unsere NationalziigeNachahmnngsincht, Kleinigkeitsgeist und nngemein geringe oder be-scheidene Meinung von uns selbst, die ost wahrer Hundedemuth gleich-kommt. Diese gottvcrdammliche Hundedemnth hat der Franzose imSinn, wenn er von oben, von der Polizei oder Schildwachen unartigbehandelt ausruft: Lst-ov gn'ou mo xronck xour nn Xllomauä? 2 —Der Britte wird unter einem John Bull vorgestellt, der doch noch um
r Zänkereien eines Deutschen. — 2 HM man mich für einen Deutschen?