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XXIII.

Die Schweizer.

Schweizer, Niederländer, Dänen, Norweger nnd Schweden ge-hören den deutschen Nationen an; ihr Charakter ist noch heute deutsch.Die Niederlande »nd die Schweiz machen die beiden Bollwerke Deutsch-lands gegen den Erbfeind und waren sonst auch statistisch deutsch, undpolitisch deutsch sollten sie noch sein, wie sie es militärisch sind; siesind Extreme, wie ihre Natur, dorten nichts als Fläche, Kanäle nndSumpfe, hier nichts als Berge und Thäler, Landseen und Wasser-fälle, das deutsche Mutterland aber in weiser Mitte. Die Schweizersind die Hochdeutschen oder Hochländer, ihr Land ist das höchste inEuropa, aber auch das abhängigste von andern Staaten. Seit dieKriegsheere nicht mehr aus bloßer Reiterei bestehen, schützen sie ihreBerge nur wenig, und selbst Getreide und Salz müssen sie vom Nach-bar holen; aber desto freier ist der einzelne Schweizer von Abgaben,da sein Land keine stehenden Soldaten hat. Die Schweiz würde we-niger abhängig sein, wenn sie sich wieder dem Bunde der Deutschenund nicht Frankreich angeschlossen hätte. Schweizer sind ja Deutsche,und in ihren Gebirgen finden, sich noch hie und da Sitten, Gebräucheund Sprache, wie sie in Deutschland herrschten vor dem dreißigjähri-gen Kriege, altdeutscher Muth und altdeutsche Lust, ungekünstelt undkräftig. Teils Antwort an Geßler, warum er zwei Pfeile habe?„der zweite war für dich, wenn ich meinen Sohn statt des Apfels ge-troffen hätte," war sie nicht eines alten Römers würdig?

Ha! vor dem aufgesteckten Hut,

Vor Geßlers AngesichtBückt sich kein Mann von Heldenmuth;

Bückt Wilhelm Tell sich nicht!

Das veränderte sich, als sich das Sprüchwort ergab:

koint ä'arAsutkvint äs 8nisses! ^

> Reist man in der Schweiz, so findet der Maler auf jedem Schritte ein Gemälde,der Dichter ein Bild und einen Gedanken. — ? Kein Geld, keine Schweizer.

D-niokritos. IX. 16