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[Neunter Band. - Zehnter Band.]
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mehr Beute an Silberknöpfen gemacht, als an allen Ringen römischerRitter, und Don Quixote, der so auf Windmühlen versessen war,hätte nach Holland reiten sollen, obgleich Niemand weniger Wind macht,als der Holländer. Der Raucher, der am Kamine den Fremdlinglangsam aufweckt, weil sein Kleid Feuer gefangen hatte, und ihn fragt:Hos Irst uvs? — van Tnipslaar, — 'tVsII, üssr van Xnips-

laar, urv rok dranck! > ist das Bild des Holländers und des kauf-männischen Nationalphlegma's. Holland ist das Land kalter, einför-miger, flacher Physiognomie, die in Wohlgenährtheit erstickt. DerNiederländer ist größer, stärker, vierschrötiger, als sein deutscher Bru-der, wie seine Pferde, Rinder und Schafe und die Amphibien Nord-amerikas. Der Holländer ist, wie seine Gemälde, gemeine prosaischeNatur, genau aufgefaßt und getreu wiedergegeben, ohne alle Vered-lung und Genialität; die Natur um sie her hat auch den Menschenhier ihren Charakter ausgedrückt.

Dies ist das Bild des Phlegma's; das Bild kaufmännischer Ge-nauigkeit und Kalkulirsucht mag die Taxe sein, die jedes verloreneGlied eines Seemannes schätzt, und die sie sogar im Sande fischenläßt nach ihrem Smsltjs, ^ die sich in Dünen einwühlen, um ihrenWasserfeinden zu entgehen, und hier einen listigen Feind finden: denHolländer. Wer in der Nacht oder recht früh geweckt sein will, findetzu Amsterdam Leute, die sich davon nähren: Irisr gast mson uit tsxorron, 2 hier find Weck Männer zu bestellen (um anfzupurren), unddas Bild der verworfensten Gewinnsucht ist das sogenannte /islsn-vsrkooxsn ^ oder Wegstehlen unerfahrener Fremden zur Bemannungostindischer Schiffe. Wir Deutsche sprechen von groben, geizigenHolländern, sie von armen Deutschen, und sind am wenigsten zuvor-kommend, wenn sie es je sollten sein können, gegen den Deutschen, siemüßten ihn denn gerade brauchen wollen. Der Niederländer ist ge-borener Kaufmann; überreicht ihm das beste Empfehlungsschreiben,er läßt euch gehen, nachdem er vorher noch gefragt: Azm llssr, IrssnNsgoois?^ — Mich wundert nur, daß der phlegmatische Mensch mitseinem Zlxn bser beinahe so freigebig ist, als der Franzose mit seinemlllonsisur.

Im Buche des Schicksals steht das Loos jeder Kaufmannsnation:„Sei reich, feig, verachtet und Sklave!" Hollands Wohlstand sank,

* Wie beißen Sie? — v. A. — Wohl, mein Herr v. K-, Ihr Rock brennt. — 2 EineFl»chart. — s Hier gehen Männer aus, um aufzuwecken. — 4 Seelenverkaufen. — b DreinHerr, kein Geschäft.