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mit fünfzehnhundert Helden vertheidigte, durch seine Ausfülle dreißig-tansend Türken tödtete, und zuletzt noch mit den übriggebliebenenzweihundert Tapfern, die den Platz nicht mehr zu vertheidigen ver-mochten, sich dem Tode weihte unter türkischen Leichenhügeln, lebtstets in Ungarns Geschichte, wie das rloriamur pro Uexo nostroNaria lüdorssia! '
Die Granitzer oder Gränzer (zweinndzwanzig Regimenter ohneSold außer dem Krieg, ohne das Tschaikenbataillon auf der Donau)vom adriatischen Meere bis tief in die Karpathen hinein, längs dertürkischen Grenze, geborene Lehcnsmiliz von hunderttausend Mann,sind nicht bloß der Armee des Kaisers, sondern ganz Europa wichtigals Vormauer gegen die Pest, und den Inwohnern als Schutz gegentürkische Streifparteien, die oft zum Andenken noch die Pest zurück-lassen. Die schrecklich wüthende Pest zu Marseille 1720 kam durcheine Baumwollenprobe, die ein Kaufmann in seinem Taschenbuchevon Smyrna mitnahm, und ein österreichischer Hauptmaun, der dieQuarantäne ausgehalten hatte, brachte sie aus der Türkei nach Ungarnin seiner Degenquaste; Katzen haben die Seuche schon über die Grenzegetragen. Es leben die Ungarn, ihre Kremnitzer und ihr Tokayer!
In Ungarn, hört's, am Fuße der Karpathen,
Da wächst ein trinkbar Gold!
Das nährt mit Kraft die Söhne der SarmatenUnd macht die Töchter hold.
Vertrinket denn aus diesen cdcln QuellenDie Sorgen und den Spleen,
Und wäre selbst Freund Asmns hier zur Stelle,
Er ließe Rheinwein steh'n.
Mit Ungarn verlassen wir, wenn wir uns nach den Ncugricchenumgesehen haben, die Länder der Kultur und wenden uns gegen dieWelt der Unkultur. Die Meere sind uns da bekannter als die Länder,als viele Theile Asiens, noch mehrere Amerika's und das ganze Afrika,von dem wir, wie von Australien und der weiten Inselwelt, nur dieKüsten kennen. Die Meere sind mit weniger Gefahren und Müh-seligkeiten zu bereisen, als diese weiten Länder der Unkultur. Indessenzählt das hochkultivirte Europa im moralischen Sinne noch genugasiatische Steppen, afrikanische Wüsten und amerikanische Wildnisse.
1 S. das Motto des Abschnitts.