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[Neunter Band. - Zehnter Band.]
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ihre Bigotterie und Mönche, durch ihren Stolz und ihre Herrschsuchtverhakt; die Holländer folgten ihnen, aber bald verwandelte sich dasgoldene Vließ in ein gemeines Fell, und zwar über einem Kuchen-leuchter, den ein Minister zu haben wünschte, den sie aber unbesonnendem Kaiser unmittelbar übergaben, was für Hochverrath angesehenwurde, wie der unmittelbare Bries des Generalgouvernenrs von Si-birien. Indessen Liebe znm Gewinn läßt die Holländer und selbst diestolzen Britten Alles ertragen, wie die Sinesen; sie werfen sich zwarnicht wie japanische Sklaven nieder vor jedem Beamten, aber dochlassen sie sich's gefallen, mit ihrem Oberleibe und ihren Armen einenrechten Winkel mit den Fußgestellen so lange zu beschreiben, bis mauglaubt, daß es genüge, und ihnen erlaubt, sich wieder aufzurichten.

Bei den Japanesen sind alle Aemter erblich, während in Sinanicht einmal der Adel erblich ist, der, wenn er in Ungnade fällt, stattder Pfauenfeder eine bloße Rabenfcder anstecken muß; aber daß Weiberihre Brüste zerreißen und sich todten, wenn ihnen in Gesellschaft einkleines Windunglück begegnet, und daß beleidigte Japaner nicht ihremFeinde, sondern sich selbst den Bauch aufschneiden (aus xoint ä'bvn-nsur muß sich jedoch der Beleidiger ein Gleiches gefallen lassen, oderkommt wenigstens mit den Mandarinen in widrige Berührung) —das ist doch so dumm, daß man es bezweifeln möchte. Indessen feigeund weiche Völker, die mit Gift und Dolch sich rächen, und durchOpium Muth sich holen, sind sehr geneigt zum Selbstmorde, wie dieSinesen auch. In Japan gibt es die meisten Selbstmorde des Orients,so viel scheint richtig zu sein, vielleicht morden sie sich aus Stolz,wenn nicht Alles geht, wie es soll, gleich den Britten. Japaner wall-fahrten häufig nach dem heiligen Gebirge, wo strenge Bonzen wohnenund sie von Sünden lossprechen. Diese Bonzen haben da eine Schnell-wage, in die sich der Büßende setzt; sie wird hinansgewendet übereinen tiefen Abgrund, und nur in dieser Lage hört man die Beichtedes Büßenden. Webe ihm, wenn der Bonze Trug und Lügen wit-tert, er rüttelt den Balken der Wage, und der versteckte Sünder stürztin den Abgrund. Wäre eine selche Anstalt nicht auch unter uns zuwünschen, zur Belebung der verfallenen Kirchcnzucht, oder bei derGeringachtung des Eides und der abgeschafften Tortur und Prügelzum Behuf der Kriminalnntersuchungen?

Der ernsteste und bedachtsamste Wate ist wohl der Tibetaner,aber auch der kraftvollste, kriegerischste, geradeste und gutmüthigste, wiees sich von Bergvölkern erwarten läßt; Tibet ist die Schweiz Asiens,