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einen Schritt weiter in der Kultur zu sein scheint und mehr Land-bauer ist. Ihre Oberhäupter dürfen mehrere Weiber haben, bekom-men von jedem geschlachteten Vieh das Bruststück, und das Zeichenihrer Würde ist ein Löwenschweifbüschel. Sie vergiften ihre Pfeilemit dem Safte der Euphorbia, dem stärksten Pflanzengift; nur beiTabak und Branntwein sieht man sie lächeln. Die Sprache beiderVölker hat sonderbare schnalzende Töne. Die Houzouanas haben viel-leicht die unbedeutendsten Nasen auf der ganzen Erde, nur Nasenlöcherund einen fleischigten Vorsprung von fünf bis sechs Linien; dafüraber haben ihre Weiber eine natürliche Wulst auf dem Hintern, dieihnen die Culs de Paris mehr als reichlich ersetzt, und ihren Kindernzum Stützpunkt dient, wie den Bedienten das Brett hinter den Ca-briolets.
Holländische Kolonisten haben diesen sanften und gutmüthigenHirtenvölkern viel Böses nachgesagt, weil sie sich nicht wollten euro-päisiren oder beholländern lasten, und in der luxuriösen Kapstadt beimConstantiawein wußte man sich mit vielen Lächerlichkeiten zu entlang-weilen auf Kosten dieser Völker, wie es oft mit den Negern gleichfallsder Fall sein mag. Kolke ermangelte nicht, solche zu sammeln, undAndere, ihm zu glauben, bis Le Vaillant diese Völker schilderte, derstets, wenn er auch etwas ins Schönere gemalt haben sollte, wie seineNarina, seine Affenköes und andere Dinge, doch sicherlich der Wahr-heit näher ist. Mit Vielem steht es freilich, wie mit dem trefflichenVin de Constance, der in Europa getrunken wird; aber Le Vaillantist doch kein Kolke, der zehn Jahre lang auf dem Kap lebte, ohnedie Stadt zu verlassen, und seine Mährchen sich von Kolonisten, selbstvom losen Sparrmann, aufbinden ließ, und sie dann Europa wiedererzählte. Die Nxnüssrs haben diese Ureinwohner ärger als Negerbehandelt und ihnen bei dem geringsten Versehen Schrot in die Schenkelgeschossen oder sie mit Rhinocerosriemen so lange gepeitscht, bisihre Pfeife aus war. Holländische Kolonisten haben wohl mehr ge-than und die Ureinwohner immer tiefer zurückgedrängt oder zu Busch-männern gemacht, welche ein armseliges Leben führen und von ihnenwie Antilopen, Flußpferde, Schakals und Büffel todtgeschossen werden.Je weiter jene Völker von den Kolonisten entfernt leben, desto unver-dorbener, gutmüthiger und besser sind sie. Auf achttausend Quadrat-meilen leben kaum hunderttausend Menschen.
Diese Kolonisten sind übrigens gegen fremde Europäer sehr gast-frei aus dem herrlichen, gesunden Kap mit seinen Südfrüchten und