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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Wie wichtig muß dieser Purus Putus in seinen eigenen Augen ge-wesen sein! Er machte selbst Friedrichs Bekanntschaft; der König ließihn geradezu stehen, als er hörte, es sei ein Jurist und noch oben-drein aus Westphalen. Aber wir haben dennoch auch Männer, wenngleich wenige — ich möchte einige nennen, ich möchte einen meinerFreunde zu Frankfurt nennen — die wohl einem aus der Anzahl derHofräthe unserer Cidevants auf seine Rede:

Volrs neveu xarait äooüe,tzu'esiiörsL vous Is fair uir Hour?

erwidern dürften:

^.voeat, s'il 56 rsnä kaiiils,

Linon, oonZeiller äs la eonr. *

Ich begreife, wie eigentliche Prozeßkrämer sich so in Prozesse ver-lieben können, daß sie für nichts Anders mehr Sinn haben; aber niehabe ich begreifen lernen, wie Nichtjuristen dies konnten. Und dochbin ich in unsern großen Reichsstädten auf solche Männer mehr alsein Mal gestoßen, die an wahrer Prozeßsucht krank lagen und keinanderes Gespräch liebten, und zu handeln fähig waren wie jener Jude,der mit einem berühmten Schützen wettete, daß er ihm den kleinenThaler nicht aus der Hand schieße, aber in die Hand getroffen, aus-rief: „Au weih! au weih! i hab's gewunna!"

Prozesse! ach bediichtcn's I Es geht die Wege Rechtens,Doch Alle vor dem Streit, Nicht der Gerechtigkeit.

In keinem Stande scheint es so viele turbulente, verdorbene undversteckte Charaktere zu geben, wie die Revolution nur allzusehr be-wiesen hat; nian findet auch, daß überkluge und verdorbene Bürgerund Bauern nichts lieber machen, als den Advokaten. Ob Jnstiniannicht der Satyr angewandelt hat, daß er im dritten Buch seiner ff zu-erst den Titel äs xostulaucko, dann cks bis gui notautur mkamia, unddann äo xroouratoribus 2 folgen läßt, den Infamen in die Mitte?Ein Advokat gestand selbst, daß einen Mann nichts mehr kränke, alswenn er ein offenbares Unrecht leide. „Aber kann Sie Ihr Gegnernicht um so eher beschämen?" — Beschämen? im Gegentheile; ichwiederhole meinen Satz nur noch dreister, wiederhole ihn als ausge-

" Euer Neffe scheint gewandt; I Wenn klug er ist, dem Advolatenstand,

Welchem Stand soll er sich weihn? — j Wenn dumm, so mag er Hofrath sein.

^ Von Forderungen. — Bon denen, welchen eine Schmach anklebt. — Bon den Ad-vokaten.

Demokritos. XI.

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