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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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sollen keine Leibärzte sein, wie znr Zeit Papst Hadrians VI., bei dessenTode das Volk des Arztes Hausthüre mit Blumen schmückte: lübsrs-tori patrias,' auch keine Doktor Sänftl, der seinem Kurfürsten Maxvon Baiern statt eines Brechmittels ein Muttergottcsbildlein zn schlu-cken gab; sie sollen es nur nicht machen wie Zimmermann, der Fried-rich stets schmeichelte, um sich recht lange zn halten, selbst zur nach-theiligen, gewürzreichen Polenta schwieg, statt zu rufen: „Der Todist in Ihren Töpfen!"

Ludwigs XV. Leibchirurg dachte edler: It kauckra snrazisr, sagteihm der alte Sünder. Xon, Sirs, erwiderte jener, ll vauckrait mieuxästeler. " Aerzte haben in einem solchen Augenblick große Gewalt,wenn sie sich nur halb zu benehmen wissen. Ludwig weigerte sicheinst einzunehmen. „Ich befehle es," rief der Leibarzt. — GroßeAugen! — „Ich befehle es, damit Ew. Majestät uns noch länger be-fehlen mögen," und er nahm die Arznei. Wie nützlich kann sich nichtein beliebter Hofarzt machen, wenn er die Spitäler im Auge hat, woder Kranke so oft zwischen Rohhcit und Habsucht in der Mitte liegenmuß! Noch seltener sind Leibärzte, wie der brittische Doktor Mead;sein Freund und Kollege Friend, der sich gegen das Ministerium er-hob, wurde eingekerkert, Mead weigerte sich, zu dem krank gewordenenMinister zn gehen; Fried wurde frei, der Minister gesund und Mead,der edle Mead stellte seinem Freund sogar fünftausend Pfund zu, dieer von den indessen von ihm besorgten Patienten eingenommen hatte.

Luther nennt in seiner Manier die Aerzte Herrgottsflicker; obdiese Herrgottsflicker aber mit Luthers Geradheit und Offenheit inDeutschland Glück machen würden? Die Welt will betrogen sein, undQuacksalberei, Galanterietinktur, Juugfernessig rc., das einst berühmteLau cks villars, das hundertundfünfzig Jahre langes Leben machensollte, xonrvu gu'on tut sobro, ° reines Seinewasser mit Salpeter, dieFlasche sechs Pfund, füllen weit eher den Beutel, als das gründlichsteWissen. Wie viel hält nicht der gemeine Mann auf Uringncken, aufAderlässen und Purgiren, wie der vornehme Pöbel auf Präservative,Bäder, Mineralwasser, die allenfalls die Säfte verdünnen, wie jedesWasser, und nebenbei die Zunge kitzeln und die Langweile vertreiben.Das beste Präservativ ist eine gute Lebensordnung. Müssen nichtAerzte, vorzüglich bei Damen, die auf die Frage: „Wie steht'- mitIhren Augen?" antworten können: „Der Herr Hvfrath versichern

i Dem Befreier des Vaterlandes. —- 2 Man muß die Hemmkette einhängen. —Nein, Sire, es wäre besser, auszuspannen. — s Vorausgesetzt, daß man mäßig war.