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gleichkommen. Dichter stecken den guten Kopf an, wie die Liebe dasHerz, aber jeder nicht schlechte Kopf weiß aufzuhören, wenn er denGott nicht in sich spüret, und läßt wenigstens nicht drucken; ich selbstbewahre manches Gedichtchen unter meinen Papieren, das Männergelungen fanden, die mir nicht schmeichelten: nie aber ist mir nocheingefallen, solche zu sammeln, und ich finde auch in der Menge ge-druckter Gedichte von Männern, Weibern und Verlegerpöbel einenBeweis weiter, wie sehr altdeutsche Bescheidenheit abgenommen hat.Alles Schöne gesellt sich nur zu der Jugend; Poesie ist Blüthe, Wis-senschaft Frucht, daher ist für spätere Jahre Philosophie und Ge-schichte.
Es gibt Sottisen, die kein Mann von Genie macht; daher glaubeich Juvenal nicht, der Cicero den Vers zuschreibt:
O kortunstam luUam mo lüonsuls Uomam. *
Einer meiner verewigten Freunde, der in unserem poetischen Wett-kampf bei der Todespost von Friedrichs Hingang zu Erlangen seineOde begann:
Ach Gott! was hab' ich vernommen?
Es ist in der Zeitung gekommen,
Der große Friedrich sei todt!
sah selbst ein, daß er keinen Beruf zum Dichter habe, ohne unser Ge-lächter ; aber Reim- und Bilderjagd führen oft selbst gute Dichterweiter, als gut ist:
CereS Geschenke zu festen gequollenen Klumpen gerundetUnd in dem wallenden Kessel zu zähem Teige verdichtetSei nur dem Fröhndling und Drescher willkommnes Gericht!
d. h. in drei Worten Prosa: „Esse keine Klöße." Aber die Spracheder Götter ist auch nichts Gemeines, und Obergeneral klingt gewißnicht so schön, als Lenker der Schlachten. Unser Tyrtäus, der preußischeGrenadier, singt:
Am Meergestade stand unzähliger als Sand
Das Kriegesheer bereit zum Tod für's Vaterland —
Aber wo stand es eigentlich unter solchen Umständen? Die Soldatenmüssen entweder sehr klein, oder die Sandkörner ganze Massen ge-wesen sein.
Der Reim, diese den Alten unbekannte Kinderei einer Mißgeburt* Glückliches Rom, geboren, da ich als Consul regierte.