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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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sten alten Läufern verglich. Je mehr man bei Shakspeare's Schilde-rung der Klippe bei Dover geschwindelt hat, desto mehr lacht man,wenn man selbst darauf steht.

Die Ursache, warum Dichtern Dichtungen besser gerathen, alsWahrheiten, macht sie auch verliebter, bis znm Wahnsinn eines Tasso.Schöne Wissenschaften und Schöne sind die nächsten Anverwandten;durch Gedichte kann man sich bei Mädchen gar sehr empfehlen, weit-erfahren« Damen ziehen aber eine gute Prosa vor. Ein Dichter undeine Dichterin schloßen ihren ewigen Bund mit zwei Worten: „Mein!Dein!" bald aber gab cS auch hier Händel wegen Mein und Dein.Dichter setzen sich unter keine andere Laube als von Jasmin undGeisblatt, der Mond muß dazu leuchten und Philomele aufspielen;Alles was unter ihre Hände kommt, wird mit Blumenkeitcn umwun-den — goldene haben sie nicht — wie ihre eigenen Schlafe der Lor-beer umkränzt, gleich Helden, und daher dürfen sie auch alle dutzcn.Dichter sind nicht wie andere Menschenkinder, und jener wälzte sichbei einem Besuche des Asmus vor Freude um seinen Tisch herum;Asmns war so artig, Gleiches zu thun, und erst nachdem beide dieRunde um den Tisch zweimal abgekollcrt hatten, umarmten sie sichwie Andere. Langbeins Stationen des Lebens sind sattsam bekannt,weniger vielleicht nachstehende Poesiestationen:

Des Kuabcu Aller ist Idylle,

Der Jüngling braust des Herzens FülleIn Oden aus und Dithyramben,

Der Mann schwankt hin und her in Jamben,

Der Greis beklagt in ElegienDer guten Zeiten schnelles Fliehen,

Der Ted macht auf den ganzen KramEin bitt'res Epigramm!

Dichter sind glücklich in ihren ätherischen Regionen, bauen anjedes Wäldchen und an jede schöne Aussicht ein Lustschloß, und daslearus loariis nomina äockit -rgnio ^ hat noch keinen abgeschreckt. ImMittelalter dichteten sie nicht selten zu Pferde auf Reisen, und dieBewegung des Thiers beschleunigt allerdings den Jdeengang; ich selbstdichtete einst auf einem Ferienritt eine Ode, die mir so gelungen schien,daß ich meine Schreibtafcl herausholte, an einer hohen Steige den

i Seinen Namen ja gab Jcarus einstens der Flut! (d. h. er stürzte bei dem Versuch,zur Senne aufzufliegen, ins Meer und ertrank, daher jenes Meer das Jkarische genanntwurde).

Demokritos. XI.

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