12S
Tanzmeister Marcel, der bei einem Memict nachdenkend ausrief:tzns <les ebosss ckuns nn msnust! ^ wollte sich verwundern, als dergroße Harlay Schatzmeister wurde: „Jst's möglich, zwei Jahre langwar er mein Schüler, aber der schlechtesteMarcel behauptete auch,daß man nur zu Paris tanze, anderwärts nur hüpfe. Noverre gabdiesem Tanznarren durchaus nichts nach, man zahlte zu Wien einenDukaten für die Stunde, und er lehrte nicht einmal tanzen, sondernnur In gracs äu und sagte einer Dame, die weniger zahlen
wollte : Lst os guo vous INS xrsner pour un inaitrs en pbilosopbis? 2Keinem dieser tanzenden Herren zu nahe getreten, bin ich doch nurselten auf einen bescheidenen Tanzmeister gestoßen, und wir ernste,schwerfällige Deutsche legen natürlich weniger Werth darauf, als dieIlation ctanoanto. ^
Tiutoretto malte einen deutschen reisenden Grafen, ohne es ihmrecht zu machen, legte den Pinsel nieder und ging mit den Worten:„Gehen Sie zu Bassano" (dem Thiermaler); der GeschichtsmalerBrandi versagte dem berühmten deutschen Roos seine Tochter, weil ernur Thiermaler sei, und sagte einem Landschaftsmaler, der vom Aus-weißen des Zimmers vor dem Bemalen sprach: „Bemalen und dannAusweißen." Bloße Portraitschmierer, denen man nicht gab, was sieforderten, behielten das Bild, machten Eisenstangen darüber undschrieben darunter: „Zum Gefangenen." Schon Zeuxis setzte unterseinen Athleten: „Tadeln ist leichter, denn besser machen." Alle Künst-ler sollten Foote's Kunstgeschmack studiren, um zn lernen, wenn sie esnicht schon praktizircn, wie wohl sich die Kunst befindet, wenn sie demhitzigen Liebhaber Kopien statt Originalen, oder gar statt einer Antikeanzuschmieren versteht; alte Münzen der Cäsaren machen erfahreneKünstler sogar antik riechen, und Antiken sind bekanntlich am un-verdächtigsten, wenn sie ohne Nasen sind. Bloße Portraitmaler, dienoch das Meiste verdienen, werden sich bei der Maxime trefflich be-finden: „Wo die Natur hart war, muß man sänftigen, wo sie gütigwar. verstärken," und Alles wird rufen: „Aehnlich zum Sprechen!Ganz ähnlich!"
Nichts ist reizbarer als Künstler, vorzüglich aber die Söhne desPinselS; daher schlugen sich einst zwei Mciler auf Leben und Tod,weil der eine dem andern vorwarf, er habe Adam und Eva mit Na-beln gemalt, die doch erschaffen, aber nicht geboren worden seien, und
l Wie viele Dinge in einem Mcnuet! — * Der zierliche Schritt. — s Halten Siemich für einen Lehrer der Philosophie? — 4 Die tanzende Nation, d. h. die Franzosen.