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kleinsten Steg nicht, der in das Land der Wirklichkeit fuhrt, undwenn dies selbst guten Köpfen begegnet, was soll erst die Mehrzahl,der Geisterpöbel thun, der nicht graben mag, und sich doch schämt zubetteln? Schon St. Paulus eifert gegen sie, und bei den Alten wares verboten, der Diana ein Kalb zu opfern; wie gut, wenn Gleichesverboten wäre am Altar Apollo's! Fichte spricht: „Das wahre Lebcns-princip des Gelehrten ist die göttliche Idee." Ganz wahr und richtig;aber leider gerade hieraus folgt auch wieder das nur zu wahre Wort:Gelehrte, Verkehrte.*
Die echten Stockgelehrtcn oder zweibeinigten Thiere mit Federn— plattdeutsch Blakschiter, der gelehrte Pöbel, und leider oft selbstdie Aldermänner der gelehrten Republik gleichen Weibern, deren jedesich in ihrem Herzen für weit schöner hält als die andere; sie haltenfast alle, und wenn sie auch nur einige Federn voll Dinte in das ge-lehrte Weltmeer verspritzt haben, ihre Mücken für Adler, und diesenSatz hat die Welt so angenommen, daß man Männer, die dazu nurlachen, sogleich für sich einzunehmen glaubt, wenn man von ihremWerke spricht, es lobt, sich solches auskittet; ich glaube, Gott seiDank! daß ich unter jene Lacher mich zahlen darf. Die Elephanten,sagt Swift, werden immer kleiner gezeichnet, als sie sind, die Flöhegewöhnlich größer, und so steht es auch mit den Gelehrten. Man lesesie, aber trachte weiter nicht besonders nach ihrem Umgänge, da sie nebenübler Laune meist eine ungeordnete Bibliothek im Kopfe herum tragen,und weit übler zum Umgang als die tabula rasn ' eines schlichten,vernünftigen Mannes von Welt oder jedes andern Standes sind. Vonbescheidenen, ehrsamen Bürgern habe ich Manches gelernt, was nichtin Büchern steht, und mehr als von sogenannten Honoratioribus. Esist indessen ein Fortschritt unserer Zeit, daß mau dem Gelehrten keinCompliment mehr zu machen glaubt, wenn man ihn eine lebendigeBibliothek nennt. Das Autorgesicht ist in der Regel gar verschiedenvon dem Büchergesicht, das die Phantasie bildete; man muß Gelehrteeigentlich bloß lesen, noch mehr die Schriftstellerinnen, die mir dieGalle rege machen könnten, wenn mich nicht die Erfahrung tröstete,daß gescheite Frauen stets lieber Schriftsteller lesen, als Schrift-stellerinnen.
Fludd behauptete, im Gehirne sei ein Männliches und weibliches
* Mallebranche sah Alles in Gott, die Stockgelehrtcn Alles in Biichcrn.
Kop/ Platte Tafel, d. h. der mit gelehrten Kenntnissen nicht angefüllte, schlichte