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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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sehen sollten, was erst aus dem Handel wurde durch die Magnetnadel,die Presse und das Pulver, durch Colon und Gama! Hier hüpft dasHerz des Handelsmanns, doppelt aber das Herz des Gelehrten; denndie Handelsschifffahrt stellte die Wissenschaften unendlich über die derAlten, durch einen Magellan, Cook und andere Weltumsegler. Wirkennen jetzt unsere Welt fast so genau, daß wir uns gerne umsehennach einer andern.

Mit dem Handel steht es gerade, wie mit dem Krieg; das Guteschleicht neben dem Bösen; wenn der Handel ganze Völker mit demverderblichsten Luxus ansteckt, sie in Unwissenheit oder Sklaverei hält,wie in den Kolonien, so hat er auch wieder entfernte Lander durchVerkehr und Kolonien zur Kultur geführt. So wird das Meer demMenschen nützlich, wenn es gleich Menschen und Schiffe verschlingt.Unsere deutsche Hansa stiftete viel Gutes im Mittelalter (Hansa hießdamals jede Innung), und es ist noch Streit unter den Gelehrten, ob derName Großhans von jener Hansa komme, oder vom seligen Johan-nes, dem zu Ehren noch heute Johannisfeuer leuchten, Johannisbeerengepflückt und eine Menge Dorfjugend Hans getauft werden. Der NameHans gebt bis zum Häuschen im Keller; wir haben Hans in allenGassen, Hans hinter der Mauer, Hans ohne Sorgen, Faselhans,Prahlhans, Schmalhans, dummer Hans bis zum Hanswurst, der schonso viel über die Hansen lachte; aber was Hänschen nicht lernt, lerntHans nimmermehr.

Die Kunst des Kaufmanns läßt sich ganz kurz fassen: „Wohlfeileinkaufen, theuer verkaufen," und hieraus folgt, daß Käufer und Ver-käufer mit einander in förmlichem Kriegszustand leben; aber nie istdas Merkantilprincip: Omnia sunt vonalia, mit dem militärischenEhrprincip zu reimen. Venus soll aus dem Schaume des Meeresentstanden sein; könnte nicht Merkur aus dem todten Meere hervor-gegangen sein, wo man nichts findet, als etwas Judenpech? DieKäufer haben nicht die Waarenkunde eines Beckmanns; taut mioux! rsagt der Verkäufer, und verkauft deutschen Nankin, Garn und Tuschefür echt chinesisch und türkisch, Horn für Schildpadd, und Weinstöckevon der Donau für indische Rohre. Wie viele Substituten hat nichtder Zahn des Elephanten und die Feder des Straußes? Das Markder Sagopalme ernährt die Jndier so reichlich und bequem, als derBrodbaum, aber wenn in Europa die Sagosuppenfreunde sich mebrStärkung davon versprechen, als von Gerste und Reis, so irren siei Desto bester.