einst über ihre Tugend der Verschlagenheit. „O, dich verkaufe ichhundert Mal, ehe du mich ein Mal." „Nu, ich glab's, wer böte mirwas für dich?" In Handelsstädten ist es mir öfters begegnet, daßmir einheimische Nichtkaufleute, wenn ich Kleinigkeiten kaufte ohneetwas abzumarkten, sagten: „An Ihnen ist ein großer Herr verdorben!"
Es wäre wohl Zeit, daß gar nicht mehr von Juden die Redewäre, aber sie sitzen fast selbst in unserer Sprache; wir sagen Achelnfür Essen, koscher für tadellos, Matzen für ungesäuert Brod, schofelnennen wir werthlos, schachten schlachten, schachern herumziehend Klein-handel treiben, Rebbes Wucher, maustodt todestodt, und gar Viele,welche die Juden Mansche! zu schimpfen glauben, wissen nicht, daßdas Wort Herrscher bedeutet, daß sie ehemals herrschten im Staate,wie im Mittelalter im Handel, und noch bis auf unsere Zeiten übermanchen kleinen Gebieter. Viele Kaufleute haben ihre Grundsätzeangenommen, wie einst die Römer die Handelsgesetze der kleinen InselRhodns.
Alle Gebiete des Merkurs durchstreifen die Hebräer, nur einenin unserer Zeit höchstwichtigen Theil nicht, den Buchhandel, wofür siedesto häufiger Büchertrödlcr machen; jedoch machten sie zu Berlineinen Versuch, und das Land ward überschwemmt mit Nachdrücken.Der Nachdruck ist wie gemacht für Juden. Man hat so viel gegenund für ihn geredet und geschrieben, daß mir ekelt, hier davon weiterzu sprechen; der geradsinnige Mann kann nur die Achseln zucken zuden glänzenden Sophismen dafür; Nachdruck ist und bleibt Diebstahl.Es ist traurig, daß der Staat Nachrichter nicht entbehren kann; aberNachdruckn? Es wäre einmal Zeit, diese vor ganz Deutschlandjenem anheimzugeben zum abschreckenden Beispiel und zum Preisedes Rechts.
Wenden wir unsere Augen von diesem Scheusal des Vaterlandeswieder zu den Geburtshelfern der Musen, oder, wie sie Klopstocknannte, Laterncnträgern der gelehrten Republik, die ihr schon genugzu schaffen machten, und welche, wenn sie auch gleich nicht beschnittenfind, die Beschneidung doch meisterhaft verstehen, wobei man an denBuchhändler Heidegger zu Zürich denken mag, der Arndts wahresChristenthum ankündigte, weil bei Buchhändler Bürkli das wahreChristenthum schon lange nicht mehr zu finden. Wenn die Autorensich lächerlich machen, wenn sie dem Publikum ein Geschenk mit ihremWerke darbieten, so machen sich die Herren Verleger mit ihren wahr-haft unverschämten Phrasen mehr als lächerlich. „Wenn ich sehe, daß