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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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für protestantischen Mist das Doppelte, für den des Katholiken, derviel fastet, nur einfach, und den der Minoriten kauft er gar nicht.Niederländische Düngerhändler gehen noch weiter, sie kosten ihn mitso viel Knnstgeschmack, als die Frankfurter die Weinproben; jenerBrabanter kam aber an der preußischen Mauth übel ab, als er aufdie Frage, womit er handle, antwortete: „Zu dienen, mit Dreck."

Der Bauer braucht keine Uhr, er sieht bloß nach der Sonne, undNachts leitet ihn der Ruf des Hahns; selbst über Wetterverändernngenhat er ein Vorgefühl wie Thiere, und viele seiner Wetterregeln sindnicht lächerlich, sondern halten Probe. Ohne Kalender weiß er, obder Mond im Zu- oder Abnehmen ist; zeigt Luna ihren hohlen Ein-schnitt zur Rechten, so nimmt sie ab, zur Linken aber, zu. JenerHolzhauer aber rief: Weg! Weg! aber der junge Herr folgte nicht,verletzte sich und klagte; der Bauer stellte sich stumm. „Aber riefstdu nicht aus vollem Halse: Weg! Weg?" Der Richter konnte nichtanders als dem Kläger sagen: „Sie selbst vertheidigen den Beklagten,er ist frei." Die rohe Kraft, die in ihm wohnt und ihn auch beimTrunke leitet, führt zu vielen Händeln, und so auch die beiden Freundeauf ihrem Gang durch den Wald, als der Kuckuk sich hören ließ.„Der Kuckuk ruft mir." — „Nein, mir!" und darüber kommen sie sichin die Haare, und selbst vor Amt, das sie beide mit den Worten ent-ließ: „der Kuckuk hat mir geschrieen." Ob wohl hochstudirte Herrendie Frage: „Ist die eheliche Pflicht ein Vergnügen oder eine Arbeit?"so kurz und naiv hätten entscheiden können, als der Bauer: „wäre sieArbeit, so müßten wir sie in der Frohne thun."

Wenn man der Bauern Vertrauen hat, so glauben sie Alles undbauen Häuser auf den Mann. Sie wissen, daß sie Christen sind, aberfragt weiter: „und warum bist du ein Christ?" so kommt ein „Ha,der Pfarrer sait's, i wär aner." Es kann gar wohl geschehen sein,daß einer, der einen Herrgott bestellen mußte und den der Bildner imSpaß fragte: „Wollt Ihr einen lebenden oder einen todten?" erwi-derte: „Ha, macht ihn lebendig, will die Gemeinde einen todten, sokann sie ihn ja todtschlagen." Eine naive Landdirne soll auf desPfarrers Frage: „Was hast du mit deinen Sünden verdient?" erwi-dert haben: „Ach, lieber Herr, nichts; ich that's immer umsonst." Waswird nicht Alles für Geld gemacht! rief jener Bauernjunge, als ereinen Affen spielen sah; folglich konnte ich einer Magd nicht übel neh-men, daß sie mich stets Herr Onkel nannte, denn sie glaubte, es seimein Zuname. Zu gar vielen Fragen sagt der Bauer: „ich will nicht,"