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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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und dann das Herausgenommene als Sauce präsentirt, sind weit wich.tigere Leute, als mancher glaubt; sitzen sie einmal fest, so befehlen sieauch wohl, und da, wo Alles durch Wir geht, und der Herr Bedienteauf die Frage: „Ihr habt keine Reitpferde mehr?" erwidert: „ichreite nicht mehr, und mein Herr auch nicht," ist auf sie zu reflektiren.Ueber Küche und Keller herrschen sie in der Regel, aber auch oft überdie Dame im Hause, wie über das Stubenmädchen. Wer in ihremSpiegel zu lesen versteht, kann den Charakter ihrer Herrschaft errathen,und nur sparsame Gelehrte, wie Dichter Maleshcrbcs, bestrafen allen-falls ihre Fehler; bei jeder Unaufmerksamkeit, jedem Fehler zog erdem Diener einige Sous ab für die Armenbüchse. „So büßt manauch in der Kirche ab!"

Die meisten Bedienten wissen MoliLre's Scapian auswendig:Juden und Weiber könnten noch bei ihnen Stunden nehmen in derKunst zu überlisten. In den glänzendsten Wagen sieht man oft dieverdrießlichsten Gesichter; aber sehet nur nach hinten oder vorne, Alleslacht. Je größer das Haus, desto größer Pflegt der Tempel der Faul-heit im Bedieutenzimmer zu sein, und jener Duc, der Melonen liebte:„Geht, holt mir die beste Melone auf dem Markt, koste sie, was siewolle, und sollte es keine mehr geben, nun so nehmt eine von derObstlerin da an der Ecke beim Rückwege," bekam nie eine gute Me-lone; keiner der faulen Schlingel ging bis auf den Markt. In großenHäusern macht sie das, was sie hinter dem Stuhl auffangen, zu denunleidlichsten Halbwissern, womit sich Mancher köstlich amüsiren kann,der sie anhören mag, aber die Dinge gehen weiter: sie verbreiten dasZeug unter Geringere, und daher wird in den brittischen Anzeigenbei Güterverkauf stets als eine Empfehlung bemerkt: „es befindet sichkein Edelsitz auf zehn Meilen in der Runde." Bediente gleichen sichalle mehr oder weniger, von dem wichtigen Bengel mit der Tabatidrein Lichtenbergs Ordis xiotus, bis herab zu dem alten Familienstück,das nichts aus seinem Dienste mitnimmt, als was es mit dem Mauledavon getragen hat und sein armseliges Taschentuch faßt. Sie glei-chen sich alle mehr oder weniger, von dem Hausbüffel und Aschenbrö-del an bis zu dem allerschlimmsten Völkchen der Kammerzofen, alt-klug wie Sibyllen, wenn sie häßlich, und schnippisch und voll Ansprüche,wenn sie glattes Fell haben und Stumpfnäschen.

Die Diener sehen täglich Genüsse, deren sie entbehren müssen,und so werden sie lüstern, wie Kinder auch, und legen sich aufs Mau-sen. Nirgendswo erschien mir die Begehrlichkeit der Herren Ritter