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vom Achselbande, wie Britten sie nennen, größer und widerlicher, alsan unsern weiland kleinen Höschen, wenn Gäste da waren, und wernicht von Adel war und doch gut bedient sein und wohl daran seinwollte, mußte politisch alle Teller annehmen, aber ja nicht alle leeren,vorzüglich nicht die mit trockenen Sachen, die sich bequem einsteckenließen, und kannte er seine Welt, so bat er um eine zweite FlascheWein, und ließ sie stehen. Mancher hatte daher auch eine Tasche mitLeder, oder gar mit Blech gefüttert; sie bcstahlcn sich unter einanderselbst wieder; daher einst ein wahres Original von Läufer sich eineWurst stehlen ließ, die er mit Menschenkoth gefüllt hatte; der Diebfand sie des andern Tages auf seinem Sauerkraut, die Sache wurdeStadtgespräch, und der Läufer starb mit dem Titel Hoswurstmacher.
Nichts ist schwerer, als eine Bedientenseele zu edleren Gesinnun-gen zu erheben, und ich gab mir einst mit einem, den ich wohl leidenkonnte, vergebliche Mühe. Nach fünfundzwanzig Jahren saß ich einstin einer der schönsten Gegenden Deutschlands, deren längerer Genußmir wirklich durch ihu verdorben wurde; ich hatte ihn rufen lassen, erhatte mir Manches zu verdanken, ich freute mich, ihn wieder zu sehen;er speiste mit mir, mußte mich dann bei seinem jetzigen Herrn melden,und während ich bei diesem war, soff und fraß mir der Kerl eine statt-liche Zeche hin, ob er gleich sehr gut wußte, daß ich lange nicht mehrim Ueberfluß lebte, und beim Abschied bat er mich noch um eine kleineAnleihe von einhundert Gulden.
So viel Bediente, so viel Feinde, bleibt ein wahres Wort, undder beste Commentar darüber ist Swifts Unterricht für Bediente, undFarquhards Uigü Ilts bslorv stairs.' In England ist es wohl amschlimmsten, aber ich kenne auch deutsche Städte, wo die Trinkgelderdas Genossene mehr als bezahlen, und weiß, daß ein Bedienter aufdem Leuchter, womit er den Gast hinabbegleitete, die Vierundzwanzigerhinweguahm, und Vierziger oder kleine Thaler aus seiner Tasche da-für hinlegte — paar snvourLAsr. °° „Wie kann ich mein gutes Biervor der Nascherei meines Bedienten bewahren?" fragte klagend einAlter einen Wirth. „Legen Sie nur Wein daneben." Man sollteglauben, wenn der Herr seinem Diener seinen Verdacht zu erkennestgibt, würde dieser sich bessern, solches ihn zu größerer Treue anfeuern,damit der Herr Zutrauen gewinne; nichts weniger, es macht gemeineSeelen nur noch gemeiner; sie suchen sich nun zu rächen, und das
> Herrenleben im Bedientenzimmer. — e Um zu größeren Gaben zu ermuthigeu.