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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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„daß man einer Gas (Geis) eine Laterne zwischen die Hörner gibt,"so kann man kaum achselzuckend lächeln, wohl eher aber, wenn er voneinem Herrn von Fiaker spricht, oder die Ehe dcfinirt: Duett ohneMusik, und so würden Gebildete auch über Kasperl lachen, sobald ernämlich veredelt ist.*

Niemand schickte sich dazu, den Großen ernste Wahrheit zu sagen,als die lustige Person, denn in ihrem Munde schmerzte sie am wenig-sten; und ein noch besseres Mittel läge im Hanswurst, dem großenHaufen, dessengleichen er ist, Vorurtheile zu benehmen, bessere Grund-sätze und gewisse Lehren beizubringen, was sicher mehr Eindruck machte,als Predigten, Rescripte, Amtsversaimnlnngen und Volksblätter. Dernatürlichste Charakter für den Repräsentanten der Lustigkeit ist wohlder Bauer, und was ist Kasperl zu Wien anders, wie der UrvaterArlequino auch? Wir sind nicht so arm, als Manche glauben; ichgetraue mir auf jedem Dorfe wenigstens einen'Hanswurst herauszu-finden, und gewohnt find wir die naive Wahrheitssprache des Land-mannes längst; Feines erwartet man nicht, und so beleidigt auch dasUnfeine weniger.

Mit fröhlichem Herzen und lachendem Mund

That Hans den Leuten die Wahrheit kund.

XX.

Das Burleske, Parodien und Travestien.

Die lächerliche Darstellung des Großen und Wichtigen nennen wirburlesk, und dieses italienische Wort bnrlars (scherzen, Possen treiben)beweist, daß Italiener diese Art des Witzes, wenn nicht erfunden,doch unter den Neueren zuerst ausgebildet haben. Das Burleske istder grellste Unterzweig des Komischen, und steht, frei von jeder Ueber-einstimmung mit sich selbst, ain regellosesten da. Jesuit Balvassor

* Theatralisches Quodlibet, oder dramatische Beiträge für das Leopoldstädter Theatervon Carl Meist, Pesth 1819, in mehreren Bänden, beweist, daß die Veredlung noch nichtHattgefunden hat.