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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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sich in den höchsten Effekt des Lächerlichen auflöst. Manche gar ernste,erhabene und mit Begeisterung aufgenommene Epopös von Miltonund Klopstock dürfte später bei reineren Religionsansichten nur nochkomische Wirkung machen, wie ja auch die Ritterepopöcn nach vorüber-gegangenem Ritterschaftsschwindel nicht einmal komisches Interessegewähren, sondern Langweile. Wie, wenn ein echter Sohn Apollosein Epos lieferte, zu dem weit mehr Stoff vorhanden ist, als zu einerMessiade, nämlich eine Lutheriade?

Den Alten scheint das komische Epos unbekannt gewesen zu sein,denn die Batrachomyomachie (Froschmäusekrieg) ist nicht das WerkHomers, sondern eines späteren griechischen Mönchs Pigris, und seinMargites, dessen Aristoteles erwähnt, ist nicht auf uns gekommen,denn das Komische wird mit Zeit und Sitten unschmackhaft, nicht soder Gegenstand der Jlias und Odyssee. Jener Froschmäusekrieg wäreHomers nicht würdig, und noch langweiliger und verdienstloser istdie Galeomyoniachie (Katzenmäusekrieg), beide Parodien der Jlias,verdeutscht indessen von Willamow und Stollberg, und im Originalin Oorusvil ^.mxüitbsatruin 8axisntias zovossrias Lannov. 1619,l?ol., ein Werk, das mir bloß lieb ist, weil ich es aus Wielands Bib-liothek habe. Das komische Epos ist das Correctiv des falschen, ernstenEpos, eingeriebenes Salz, Hüon neben Bouillon, Orlando nebenDon Quixote; und wenn sich die Wasser der epischen Sündslut gelegthaben, und wir z. B. die bodmerische noachische Arche in Trümmernauf dem Sand erblicken, so ist solches vielleicht Verdienst des komischenEpos; schon bei dem geistvollen Ariosto ist sein Held rasend, aber inandern berühmten Epopöen, die ich nicht nennen mag, ist es der HerrVerfasser selbst.

Der Gegenstand des Frvschmäusekriegs hat zu wenig Uraltes, umdie Einbildungskraft zu beschäftigen, und daher können uns auch RektorRollenhagens Froschmäusler, oder des Jesuiten Bälde lateinischerFroschmänsckrieg wenig mehr interessiren, wenn sie gleich von einerandern Seite als recht gute satirisch-politische Romane für ihre Zeitund für die Sittengeschichte, folglich auch für spätere Zeiten, gewißnicht ohne Werth sind. Ersterer steht höher als Bälde; aber diesermacht Alles gut durch seine Oden, die Stellen haben, deren sich Horaznicht zu schämen hätte. Ich rechne noch hieher Opsopasi vietoria Lavolli»ivs ars bibsväi, Uugä. 1648, und Cevas kuer ckssns, ein Gedicht,das er selbst oarnisn oomiao-lisroiouiL nennt. Welche Freigeisterei!

Italiener stehen an der Spitze des komischen Epos, und Tassonis,