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Parodienalmanach findet. Neben Solbrigs Almanach mögen noch Möl-lers beide Almanache, Leipzig 1817—18, stehen, worin noch das Lobauf die blaue, weiße und schwarze Farbe das Gelungenste sein möchte.Und wie könnte ich des Herrn Spiesglas, hochfürstlichen Kammer-'jägers und Titularratzenfängers in Peina (Knigge) Reise nach Fritzlarim Sommer 1794 vergessen, die treffliche Parodie auf des eitelnSchwärmers Lavaters Reise uach Kopenhagen, oder dessen Herodesvor Bethlehem, Parodie auf Kotzebues Hussiten vor Naumburg, odergar Josua Zippleins ovidianischen Bildcrkasten? Selbst die Chronikades Magistrats der Stadt Eulenhausen 1822 muß ich erwähnen, dawir Deutsche in der komischen Literatur überhaupt nicht reich sind unduns auch mit Mittelgut begnügen müssen, bis die Meister aufstehen.In der Parodie scheint sogar etwas Beruhigendes zu liegen, einleichter Ableiter der Galle; denn da ich einst in früheren Jahren aufdie Einladung einer Jugendfreundin erschien, der Platz aber schonbesetzt war, und ich mich baldmöglichst skifirte, so vertrieb ich mir imRückwege die verliebten Grillen recht glücklich, womit? — mit einerParodie auf: „Schön wie Florens Grazie," das mich einst vor dreißigJahren schmelzen machte zu ihren Füßen, wenn sie es am Klavieranstimmte.
XXI.
Das komische Epos.
Erhabenheit und Lächerlichkeit vertragen sich nicht, und es scheintdas beliebte Epos ein Widerspruch, und Widersprüche gehören in denKreis des Komischen, folglich auch jede längere komische Erzählungin feierlicher Sprache voll Wunder und idealischer Uebernatürlichkeiten.Der Dichter vergesellschaftet eine kleine unwichtige Handlung mit allerGröße und mit allem Pompe der Formen, oder er erniedrigt eine ansich wichtige Handlung durch herabgewürdigte Personen, durch einegemeine Form und eingebildete Sprache. Das komische Epos ist einumgekehrtes Ideal der erzählenden Kunst, so daß das epische Interesse