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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Alxiugcr, der Wiener, daher von Deutschen weniger gekannt alsWicland, ein gewiß heiterer Geist, liebenswürdiger Gesellschafter unduneigennütziger Freund, darf sich gar wohl neben Wieland stellen mitseinem Toolin von Mainz und Bliomberis. Und wenn er WielandsJahre erreicht hätte? Der gute Mann starb 1797, zweiundvierzigJahre alt. Seine beiden Rittergedichte sind mehr ernstes als komi-sches Epos, und nur in so weit, als im Ritterwesen für unsere ZeitenKomisches liegt; dafür aber erhob sich zu Wien unser echter deutscherHudibras, Ratschky, der glücklicher war als Butler, denn er schwangsich mit seiner Geißel, die andere ins Geißelgewölbe führt, vornAmtsschreiber empor zum k. k. Staats- und Conferenzrath; aber frei-lich war er so klug, nicht die Deutschen, sondern die Franzosen zugeißeln. Er starb 1810, dreiundsünfzig Jahre alt.

Wer kennt nicht Melchior Striegel? Dieses komische Epos inKnittelversen besingt die französische Revolution, die Demokratie undDemagogie, wie sie

Völkern, die sie sonst frisirte,

Die wahre Ncgierungskunst docirte,

und parodirt das Motto der Republikaner-Helden: Eusrro aux obä-ioanx, gaix aux obauwiKrss: *

Fehde dem Schloß, das Wohlstand verkündet,

Friede der Hütte, wo man nichts findet.

Groß war der Streit im Kegelspiel, ob ferner der Mittelkegel nochKönig heißen, und so viel gelten soll, als alle? Und das erste Ge-schäft der Nationaldeputirten war Kalendermachen; sie verwandeltenden Schild zur goldenen Krone in die rothe Mütze, und der HundSultan bekam den Namen eines der griechischen sieben Weisen.Ratschky schrieb auch noch mehrere kleinere Gedichte, die gesammeltsind, alle voll lachenden Witzes, und die von Ramberg gezeichnetenKupfer zu seinem Meisterwerk geben denen der Hogarthe und Chodo-wieckys zu Hudibras und Tristram Shandy nichts nach.

Nikolai zu Petersburg schrieb allerlei, was der Lesewelt nichtmißfiel, und worunter seine Rittergeschichten noch das Bessere sindund hierher gezählt werden dürfe»; aber weniger gekannt scheint mirein gar nicht übles heroisch-komisches Gedicht zu sein, das in Oester-reich ungemein viel Aufsehen machte, der Engelfall 1793, und das soprofan, obgleich weniger witzig ist als Parny, und tief unter Blum-

Krieg den Schlössern, Friede den Hütten!