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hochverehrten Homer, Demosthcnes, Euripides rc., so ging es jetzt michmit der Bibel, denn nur das Treffliche wird mit Glück parodirt. Esward Mode, Anspielungen auf die Bibel zu machen, bei der größtenEhrfurcht für das heilige Buch, so gut als auf katholische Kirchenge-brauche. Die älteste Parodie ist wohl Salomon und Markulph mitseinem biblischen Geschlechtsregister, und die Genealogie der Herzogevon Burgund. Im siebenjährigen Krieg schrieb ein Nürnberger Ad-vokat, Richter, das Buch Mayer, Feldhauptmann des Königs vonPreußen, im Stile der Bücher der Chronik, die Bücher Laudon rc.,die confiscirt, folglich nur desto begieriger verschlungen wurden. Unsereneueren Schriftsteller, wie Abt Hippel rc. liebten noch Bibelanspielun-gen, wozu eben nicht viel Witz gehört, und ich selbst gefalle mir nochheute darinnen, weil in meiner Jugendzeit die Bibel Hauptlectürewar, und kraft dieser Jugendeindrücke die Bibel noch heute unter meineHandbücher gehört.
Diese Art Parodie bildet neben der veralteten Sprache Luthersnoch dadurch einen komischen Contrast, daß man eine Sprache, die nurbei heiligen und ehrwürdigen Dingen gehört wird, auf profane Ge-genstände anwendet, und hat allerdings das gegen sich, daß Bibelver-ehrer und mehr noch Andächtler und Frömmler dadurch geärgert wer-den ; alte Theologen ohnehin. In unserer Zeit ist dieser Witz in Ab-gang gekommen, und er ist auch nicht mehr gefährlich, da bibelfesteLeute bald zu den Seltenheiten gerechnet werden dürften, folglich bib-lische Anspielungen erst erklärt werden müßten, wie der alte Witz, dervon einem Schwachkopf ohne Urtheilskraft zu sagen pflegte: „Ihmfehlt altern xnrs I>6tri." ^ Was ist das? werden gewiß sehr vielegelehrte Leser wie Luther fragen müssen, ohne mit ihm auch antwortenzu können. Die einst berühmte Logik des Peter Raums zerfiel in zweiTheile: von der Erfindung und von der Beurtheilung. Als Robinsonoder Selkirk von feinem Kapitän auf der Insel Juan Fernande; 1706ausgesetzt wurde, gab man ihm zu seinen Bedürfnissen auch eine Bibel;welcher Seekapitän unserer Zeit dächte da an eine Bibel? Nicht ein-mal die Matrosen, geschweige, daß sie bei den vielen Liedern, die siesingen, gleich Selkirk an geistliche Lieder dächten.
Bibelanspielungen scheinen in der niedern Sphäre des Witzesnicht gerade verwerflich, ja recht zweckmäßig zu sein gegen Bibelschwär-rner, Pietisten, Betschwestern und alle Mucker, vorzüglich gegen alte,steife Orthodoxen, die billig sanfter sein sollten, guasi zurs rstorsionis.'t Der zweite Theil Peters. — 2 Gleichsam nach dem Recht der Wiedervergeltung.