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oder auch altdeutsch: Mannen ließe sich hören, wie Rotten statt Com-pagnien. Glcichtracht für Uniform will mir nicht besser in den Kopf,als Pferdevolk für Kavalerie, da man ja auch von Fußvolk spricht,Reitervolk ginge eher an, so wie Geschützvolk für Artilleristen, aberStreitmannschaft für Armee, Webroberer für Officier, Lentmann,Hanptmann, Banner, Oberbanner, Hanptbanner, Urbanner ist affektirt:am ehesten ginge noch für General cn Chef: Herzog, aber wir habennebenher noch so viele andere Herzoge, die nicht vor den Heeren her-ziehen. Zug für Bataillon ginge recht gut, aber Mordbataillon!Lautet Bataillon, Eskadron, vorwärts Marsch! nicht voller und er-habener? Wie schwach sind Fahne, Geschwader; und Warnholder undPlatzhalter für Adjutant und Lieutenant ist wieder nichts, oder garHelfer? Könnte man in Württemberg da nicht den Diaconus ab-holen ?
Genug, es geht nicht, alle aus fremden Sprachen aufgenommenenWorte übersetzen zu wollen, und wie komisch sich ein förmlicher Kriegs-bericht reindeutsch ausnahm, sehe man in Friedrichs Zeitspiegcl.Es läßt so komisch, als die Wortkargheit in nachstehender schlesischenKaufmannsanzeige: „Da ich häufig von Gold- nach Silberberg, undvon Silber- nach Schmiede-, Hirsch-, Löwen- und Drachenberg reise,so brauche ich einen Diener, der mich ra-, meine Frau fri-, meineKnaben civili- und uns alle in leeren Stunden amü-, sich abergut condnisiren soll. Fried-, Hein-, Dietrich, Stall-, Ritt-, Post-nnd Bürgermeister." Es klingt so komisch, als wenn man aus Dilet-tanten Vergnüg!Inge, aus Schnupftabak Nasenstaubkraut, undaus Friedrichsd'or Golds ritz machen wollte. Das Hon plus ultrader Deutschthümelei war 1819 der Würzburger Studio, der einenandern forderte und erstochen haben soll, weil er französisch sprach!Für diesen politischen Narren ist Deutschthümler viel zu wenig,aber für Thee, Kaffee und Chocolade, für alle drei wüßte ich ein gutesdeutsches Wort — PlaudersuPPe.