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wollte die weiße Frau mehrmals gesehen haben, aber die Folgen beieiner Schwängern und einigen jungen Mädchen.
Noch nicht lange sagte mir ein Bauer, er habe heute einen drei-beinigen Hasen gesehen, und las darin ebenso viel Unglück, als ineinem quer über den Weg laufenden vierbeinigen. Ich sagte ihm, daßich selbst glaubte, mit dreibeinigen Hasen sei es nicht richtig, geradewie mit Menschen, denen ein Fuß weggeschossen sei, und endlich ver-stand er mich, und lachte, vielleicht kurirt von seinem Aberglauben.So sagt man auch noch heute: „Da liegt der Hase im Pfeffer," ob-gleich der Pfeffer nicht mehr unser Hauptgewürz ist, uud beim ge-meinen Mann Hasenbraten eben nicht häufig auf den Tisch zu kom-men pflegt; selbst in der Mittelklasse habe ich Hasen- und Gänsepsefferangetroffen, wo es zwar nicht an Pfeffer fehlte, aber an Hasen- undGanstheilen, die doch dazu gehören.
Viele unserer Sprüchwörter sind so alt, daß sie eines Commen-tars bedürfen, manche würde ich selbst nicht verstanden haben ohneAgricola und Frank, und ein Historiker hätte hier noch heute sich Ver-dienste zu sammeln, wenn er in seinen: Commcntar tiefer in die Sitteu-welt unserer Altvordern eindringen wollte, zu Regel, Spiegel undRiegel der Sitten unserer Zeit. Viele Tausende führen noch heutedie Sprüchwörter im Munde: von der Schnur zehren, Maulaffen feilhaben, am Schnürchen haben, der Katze die Schelle anhängen, Haareauf den Zähnen haben rc., ohne an deren Ursprung nur von Weitemzu denken oder solchen erklären zu können. Unsere Alten trugen gol-dene und silberne Münzen am Halse, die wir jetzt lieber in der Tascheführen, und haben wir keine Schulden, so machen wir solche, sie aberhatten in jenen Münzen einen Nothpfennig, der doch schwerer vvmHalse ging, als aus der Tasche. Maulaffen feil haben kommt vondem Plattdeutschen: „dat Moul veel appen habben" (den Mund vieloffen haben); man horchte mehr, als daß man selbst sprach, und sohatten sie das Maul so still offen, als die Ohren; das Schnürchenbezieht sich auf den Krämer, deren ganzer Vorrath oft vor dem Ladenhängt; Haar auf den Zähnen, sagte man spöttisch von furchtsamenHasen, und da man sonst liederliche Vetteln oder Käthen (Katharin-chen) mit einer Schellenkrause zur Schau herumführte, so sagte manvon den Ausschweifungen vornehmer Personen: Niemand will derKäthe die Schelle anhängen, woraus Katze geworden und so dasSprüchwort weit praktischer gemacht ist, als in jenen Zeiten der Offen-heit und Redlichkeit.