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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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der nebst dem Cassorius wegen seines Verstandes nnd seiner jovialen,witzigen Einfälle bei der höheren Welt überall willkommen war, zusich rufen: „Habt ihr denn auch schon einen König?" fragte er. „Gottbewahre, daß wir bei Lebzeiten Eurer Majestät einen neuen wählensollten." Der König fühlte den Stachel, verstand aber Scherz, nahmsich klug zusammen und beförderte sogar die Posse. Cassorius sagte:„Unsere Republik ist älter, als die vier Monarchien der Geschichte,denn schon David redet von ihr. Alle Menschen sind Lügner, aufdiesem Grundsteine ruht ihr ganzes Wesen, und daher gehören Cyrus,Alexander, Cäsar, Augustus rc. und die ganze Welt uns an."

In neuerer Zeit errichtete ein gewisser Baron Wancziura, Unter-direktor des Petersburger Hoftheaters, vormals Major im österreichi-schen Dienste, den er verlassen mußte wegen seines allzuscharfen Witzes,ein sogenanntes Regiment, in das Jeder aufgenommen wurde, derirgend Talent zum Komischen besaß, wäre es auch nur Fertigkeit inder Nachahmung einer Menschen- oder Thierstimme oder eines In-struments gewesen, wenn nur Vergnügen, Frohsinn und Lachen dadurcherweckt wurde. Bei dem bloßen Namen Wancziura entrunzelte sichschon die finsterste Stirne, und seine Laune verließ ihn auch im Alterund im Leiden nicht, um was auch ich Gott täglich zu bitten anfange.Er starb 1801, und verdient die Grabschrift, welche sich der berühmteSpaßmacher unter Kaiser Galba, Cajus Secundus, verdiente:

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Zu Stockach gab es noch in den 1780er Jahren eine Narren-zunft, die der Hosnarr Kaiser Alberts I-, Bürger dieses Städtchens,gestiftet hatte, mit förmlichen Privilegien versehen; der Sekretär derGesellschaft mußte fleißig in das Narrenbuch eintragen, was das Jahrüber Lächerliches vorgekommen war, nnd in der Fastnacht, wo die Ge-sellschaft in ihrer ganzen Thätigkeit und Heiterkeit zusammentrat, wurdeAlles, nach vorausgegangener Prozession, feierlich vorgelesen. Keinwnnderthätiges Marienbild hätte so viele Fremde herbeiziehen undStockach so viel eintragen können, als dieses Narrenfest und diedadurch herbeigezogenen Narren oder Stöcke, unter denen offenbar

> Wegen der Scherze, womit er Alle ergötzte, erfreut seine unschuldigen Manen mitScherzen, wenn euch noch einige Heiterkeit inwohnt.