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schleudern und wieder aufzufangen, und mit seiner Gesellschaft Wett-läufe zu machen, wie unsere Knaben, daher diese Vogel auch in man-chen Gegenden zu förmlichen Gauklern abgerichtet werden, und ichglaube, mit den Reihern ließe sich eiu gleicher Tanz machen.
In Aristophanes Wespen, Vögeln und Fröschen erschütterten diegrotesken Masken das Zwerchfell der Athener, und gaben wahrschein-lich die Veranlassung zu unsern Popanzen, Poppelmännern, Ruprech-ten, Pelzmärteln und Schrecklarvcn, womit mau sonst wilde, unartigeKinder höchst zweckwidrig zur Ruhe brachte. Wenn der Berg Athoszu einer Figur Alexanders wäre zurechtgehanen worden, zur Rechteneinen Fluß, zur Linken eine Stadt, wahrscheinlich wäre aus der an-scheinend erhabenen Idee weiter nichts geworden, als ein lächerliches,groteskes Bild, wie der große Fleischerhund, der einst Garrik und dieSchauspieler alle aus der Fassung brachte. Dieser Hund sah demSpiel, die Vorderpfoten auf dem Rand des Orchesters, so starr undernst zu, als ob er eine Kritik darüber schreiben wollte, und sein Herr,ein ungeheuer dicker Mezger, der stark schwitzte, hatte seinen Stutzabgenommen und den Hund damit herrücket.
Der Maccus in den Atellanen der Lateiner hatte einen unge-heuern Kopf, eine große, herabhängende Nase, viele Warzen am Mundeund hinten und vornen einen Höcker. Der Parasit war durch dieStriegel, den Oelkrug, den großen Stock, Schwert und buntes Kleidkenntlich, und man kann in ihm schon unsern Harlekin finden. Diewahre Komödie, wie sie schon die Griechen kannten, sank zu Rom, sowie die Stadt selbst sank; aber die grotesken Posscnspiele dauertenfort unter den Cäsaren, ja selbst unter den Barbaren; waren ja dieCäsaren selbst schon halbe Barbaren geworden. Aus diesen Possen-spielen entstand sichtlich die sogenannte Loruoeäia cksll'^rto der Ita-liener, oder die Komödie aus dem Stegreif. Ihre vier üblichenMasken, jede mit eigener Kleidung und dem Dialekt der Heimath,sind noch heute in vollem Gang und bilden die grotesken Figuren derneuern Bühne. *
Die Italiener haben erstens ihren Arlequino, der immer ausBergamo ist und noch jetzt in der Sprache Toskauas 2ar>ui heißt, dasoffenbare Saiuiio der Römer. Er ist stets voll listiger Ränke und
* Flögels Geschichte des Groteskkomischen, Leipzig 1788. 8. LlasoLsre seerüoksv 1s LZurs eomieirs ä'antielii Idoinani äa I^riä. k'ieoroni. Koma 1786. 4. DieseLarven zeichnen sich zunächst aus durch ungeheure Mäuler, wie gewiß in ganzSchwaben keines gefunden wird; dann kommen die Großnasen und Plump n äse n^die noch in Italien gesunden werden, aber Dickbäuche und Buckel finde ich nicht.