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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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neunten Satire über das Lieblingslaster der Römer, aus reiner Bit-terkeit. Wie frei schreibt nicht Lucretius über Liebe und Zuneigung(IV. 1025—1280), und Catullus ist der Meinung, daß der Dichterzwar selbst keusch und züchtig sein müsse, aber bei seinen Versen seies eben nicht nöthig!

Hui tuue äsuiczutz Iiadent salem st Isxorem,

8! 8unt mollieul! st xarurn xuäiei. *

und wie viele neuere Schweinigel haben sich nicht hinter Martial zuretten gesucht?

I^aseiva. nodis Patina, vita. xroda sst. ^

Plinius, der Hendckasyllabos voll Schwung geschrieben hat, be-ruft sich (Lxist. IV. 14) auf jene Männer, wie auch Ansonius, dessenläMium XIII. von Geßners Idyllen himmelweit verschieden ist. AllenAlten scheinen Zoten bloße lasta motoria ^ gewesen zu sein, wie demCicero der Spott über Gebrechliche:

IvL8eiva, i?aul6, xa§ina?

Kickers, nil ultrn sxxeto. ^

Wer war ein strengerer Richter der Sitten als Cato, und dochwar es Cato, der einem schwelgenden Jüngling sagte:

Llaets

Virtuts ssto, in^uit sententia. äiva Oatouis,

Kam tsimul ae veuas inüavit tetra liliicko,

Huo guvenes sshuum sst äeseenckers, non aiisnaskermecksrs uxoreü! ^

Auf kurz vcutsch: „Gehe ins Bordell!" Selbst Seneca ist nichtzotenfrei, und was würden wir von einem Reisebeschreiber sagen, deruns wie Horaz in seiner Reise nach Brindisi erzählte:

t Die nur Salz und Zierlichkeit dann besitzen,

Wenn sie weichlich und nicht sehr schamhaft fließen.

2 Ueppig nur ist mein Gedicht, keusch ist das Leben mir stets,s Munterer Stoff.

* Mein Lied soll, Paulus, üppig sein?

Nur lachen will ich, weiter nichts.

b Da Wieland den derben Ausdruck des Horaz gemildert hat, so maa diese und diefolgende Stelle hier stehen. In der ersten rühmt Cato einen jungen Mann, der auseinem übelberüchtigten Orte kommt:

O bravo!

Noch immer bester, wenn die Ungeduld

Des strengen Triebs der Jugend Adern schwellt,

Sich hier erleichtern, als nach fremden Weibern wiehern.

Die zweite Stelle: