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dem „Gnadcnhammcr des Bräutigams" zu sagen wußten, auch bei derStelle Ezcchiels (XXIII) geistlichen Rath wissen, wo es von den lieder-lichen Schwestern Oolla und Oliva heißt: Oliv» insaiüvit »morssuper ooueullitum oorum, gut tiubeut msmbr» »sinorum, et sioutLuxus eguoruin Luxus ooruin.
Aus dein Oriente, vorzüglich aus Lydien und Jonien, verpflanztesich der cynische Witz nach Griechenland; Milet war wohl die unzüch-tigste Stadt Joniens, und Aristides schilderte die Gräucl ihrer Sittenin seinen beliebten Milesischen Märchen, über welche sich Surcnnki, derAnführer unverdorbener Parther, nicht wenig lustig machte, als ereine Sammlung im Römcrlager fand. Griechenlands malerische undhöchst sinnliche Religion mußte nothwendig die Kunst zu den obscönenDarstellungen in Malerei, Plastik und Poesie hinführen, und daherVerbannte Plato, der doch selbst Dichter war bis in die Philosophiehinein, alle Dichter aus seiner dichterischen Republik. Die ernstenLacedämonier verboten zwar die wollüstigen Gedichte eines Archilochns;aber waren Aristophanes, Anakreon und die masoul» 8»ppüo * umviel züchtiger?
Die Römer glaubten die Griechen in Allem nachahmen zu müssen,und so kam es denn, daß die ernstesten und größten Staatsmänner,Heerführer und Wcltweise Roms, deren Leben und Charakter untadel-haft war, in den leichtfertigsten Gedichten scherzten, und den größtenReiz derselben gerade in ihrer Unzüchtigkeit fanden. Wer kennt nichtCatullus, Propertius und Martialis? Ovidius scheint noch wenigervbscön zu sein, aber gerade die größte Zartheit in der Wahl seinerWorte macht ihn nur desto anziehender und um so gefährlicher. DerSchalk sagt zwar:
6reäs rniti!, mores äistant a eanmins rw8tro,
Vita vsreeurläa est, LlusL joeosa m!k!. ^
aber wir kennen den feinen Herrn; und läßt senes sich glauben, wenner selbst sagt:
LxiAsrs a vodis an^usta noets Oormvarn,
msinini nnweros su8tiimis86 novew —
Juvenal, ohne allen anscheinenden Hang znm Obscönen, wird esim höchsten Grade in seiner sechsten Satire aus Weiber, wie in seiner
* Tie männliche Sappho.
2 Glaub' mir, es sind meine Sitten gar sehr von den Liedern verschieden,Schamhaft leb' ich, doch ist scherzend die Muse mir stets.
« Ich erinnere mich einer Nacht, wo Corinna mich neunmalEinlud, und ich entsprach neunmal dem süßen Gebot.