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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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den Friedhof, auf die blassen Leichensteine und die Gräber, wie aufSchlafbetten; stille und sanft ruhen in der Muttererde die Leiber,und stiller und sanfter wehen da oben die Geister der heiligen Todten!

Wer Frohsinn bewahret hat, diesen Balsam für Leben undTod, der scheidet, aber später und leichter denn Andere, wenn allerTage Abend gekommen ist, vorn süßen Leben und der schönen, freund-lichen Gewohnheit des Daseins und Wirkens. Die Frohsinnigen, dieseGlücklichen, sind die recht eigentlichen Todten, die in dem Herrnsterben seliglich, und gleichen den Männern in unsern Reichsstädten,die mit einem beneidcnswerthen Leichtsinne die Leichen- und Hochzeit-bitter in einer Person vereinen, und die Fragen: „Wer wird begraben?wer macht Hochzeit?" mit demselben Tone beantworten, die Tageetwa ausgenommen, wo schlechtes Wetter ist. Diese Froh- oder Leicht-sinnigen brauchen keine Priester, sondern nur Ruhe und Stille, dieschon dem eigentlichen Kranken lieber ist als Gesellschaft, geschweigeerst dem, der im Begriffe stehet, einen Salto nwrtals zu machen.Die feierliche Ceremonie der letzten Oelung, der ich einst bei einemvornehmen Sterbenden beiwohnte, hatte für mich etwas Schreckliches,sowie das Läuten der Züge- oder Sterbeglocke, die der Agonisircndenoch mit anhört. Die Natur erleichtert das Sterben, wie das Ge»borcnwerden; aber so wie wir mit Geburtsstühlcn die Einbildungs-kraft der Wöchnerinnen unnöthigerweise aufstörten, so machten wires auch mit den Vorrichtungen zum Sterben; vorzüglich hat die liebeKirche es erschwert, und bei diesem Talisman der Natur haben dieSchwarzröcke gerufen: „Sehet, wie stille, resignirend und vertrauendder Christ stirbt!"

Mir grauet vor den geistlichen Bekehrpcrrücken, die mir noch ausfrüher Jugend vorschweben, deren eine sich zu meinem kranken Groß-onkel drängte, der seit dem ersten Preußischen Kriege, den er, ge-zwungen und gewaltsam entführt, mit den Potsdamer Patagonenmitmachen mußte, nicht mehr von seinem Krankenlager gekommenwar. „Herr Prediger," sagte der alte Mann, „bemühen Sie sichnicht, ich war Soldat und wäre ein Hundsfott, wenn ich nicht längstohne Sie mit dem lieben Gott Richtigkeit gemacht hätte!" Es istlächerlich, wenn der Pfarrer v. S. Sulpice dem sterbenden Voltaireins Ohr schreit: Oro^SL vons s. In äivinits äs Zssus Oblist? undden Sterbenden so weit bringt, daß er noch sagen muß: ^-n nom äsDien ns ms parier pas äs oet boinmo lä st laisssn-woi inonrir ou