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[Elfter Band. - Zwölfter Band.]
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Artemisia weinet um mich, des Todes Bitterkeit ist überstanden undaller Jammer im Magen und Bette, wogegen man Wcrmutl, zu ver-schreiben Pflegt. Eine Urne ist ganz überflüssig, da das Verbrennenabgekommen ist, und wo sollte das Fläschchen mit aufgesangenen Thränenherkommen? Wollen sie aber lieber einen Baum pflanzen, so sei esstatt der Trauercppresse die Platane, der symbolische Baum des Kinder-losen, meinetwegen auch eine Tabakspflanze; wollen sie aber durchausmein Grab mit einem Steig beschweren, so sei ihnen auch dieses ge-stattet, sie mögen meine Lieblingsgrabschrift darauf setzen, die sie kennen:

Hier liegen meine Gebeine,

Ich wollt', es waren Deine.

Halten sie aber eine gelehrte lateinische für einen Gelehrten an-ständiger, so sei es nachstehende:

^soeosuZ, von Irripius vlxi; Huinavuin est neseirs et errare,

lnosrtus «wrivr, lwu xerturkatns, Lns Dntiuin, irnsererv raeil! *

Ende gut, Alles gut!

XXI.

Ueber komische Grabschriften.

Die Sitte der Grabschriften, die für die Geschichte nicht unwichtigsind, ist uralt, und so menschlich, daß man sie unter allen Völkernfindet. Völker, die nicht schreiben können, haben wenigstens Grab-mäler, und überlassen das Andenken an die Schlafenden der münd-lichen Tradition, woraus denn manche Fabel mag entstanden sein.

i Munter hab' ich gelebt, doch ruchlos niemals;

Ungewiß der Zukunft, doch nicht bekümmertSterb ich jetzt. Dem Menschen als Loos beschiedenIst Unwissenheit und dann und wann ein Fehltritt.

Wesen der Wesen, erbarme dich meiner!

2 Es ist in der Grabschriften Poesie / Doch die eine Hälfte glaubt man nie,

Stets viel gesagt gewesen. j Die andre wird nimmer gelesen.