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Die Deutsche Revolution : Geschichte der Deutschen Bewegung von 1848 und 1849 / von Wilhelm Blos ; illustrirt von Otto E. Lau
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Handlungen ward nichts bezweckt; die Arbeiter hielten die im Rückenangegriffene Barrikade. Erst am Abend verließen sie dieselbe und alssie ihre Verwundeten unter dem Gesänge religiöser Lieder wegtrugen,soll noch auf sie geschossen worden sein. Ein Volkshaufe, der das Hausdes Bäckers Schulz in der Rosenthalerstraße zerstören wollte, ward vonder Bürgerwehr daran verhindert und von Karbe beschwichtigt. DieTodten wurden nach einigen Tagen feierlich auf dem Kirchhof vor demHalleschen Thor begraben und die Linke betheiligte sich, um zu versöhnen,bei den Arbeitern und bei der Bürgerwehr. Die Demokratie wußte.

Minister von Manteuffel.

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warum sie nun die Arbeiter wieder gewinnen wollte. Denn die Streit-kräfte Wrangel'sin die Marken" draußen betrugen nun 48 000 Mannund 60 Kanonen. Aber der Riß, der am 16. Oktober zwischen Bürger-thum und Proletariat von Neuem aufgeklafft war, schloß sich nicht wieder.

Die Camarilla war ungemein thätig und sie berief auch ihrenMann, den Grafen Brandenburg, baldigst nach Potsdam. In Sanssouciwurde berathen und man hatte den König soweit gewonnen, daß ersagte, er kenne nun die Gefahr und rechne auf Brandenburg. Eshandelte sich nur darum, ob Brandenburg mit den im Amte befindlichenMinistern operiren oder sich neue zulegen sollte. Gerlach erzählt, derKönig habe dem Grafen Brandenburg die bisherigen Minister beigeben