Band 
Erster Theil.
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Erstes Kapitel.

und Engländer in Krieg mit Spanien Miethen und für diese Ge-genden auch nach den Friedensschlüssen blieben,') da hierdurch dieholländischen und englischen Schiffe sowohl sie viel wohlfeiler undumfangreicher mit Waaren versahen, wie auch ihre Produkte in weitgrößerem Maße und zu höheren Preisen ausführten, als die Spa-nier es gethan haben würden.

Zwischen den verschiedenen Provinzen des spanischen Reichesund selbst zwischen den Häfen und dem Hinterlande bestanden Zoll-grenzen; besonders war Kastilien vollständig mit denselben um-gürtet?) Ja, noch mehr: während in den baskischen Provinzen dieEin- und Ausfuhr für das Ausland gänzlich frei waren, bezahltendie Waaren, die von Kastilien kamen, einen hohen Zoll!-st Daßsonst im Reiche gegen das Ausland mannichsache Import- undExportzölle existirten, kommt gegen solche Ungeheuerlichkeiten garnicht mehr in Betracht. Von der verderblichsten Wirkung fürAckerbau, Gewerbe und Handel war ferner die berüchtigte Steuerder Alcavala, die Abgabe von zehn Prozent des Werthes von allenverkauften oder umgetauschten Waaren. Durch dieselbe wäre sicherlichder innere Verkehr des Landes gänzlich vernichtet worden, wenn nichtauch hier die Defraudationen einen ungeheuren Umfang erlangt hätten.Aus den nothwendigsten Lebensbedürfnissen: Fleisch, Wein, Oel u. s. w.lastete die Abgabe der Millones/) die jährlich IV« Milk. DukatenReingewinn abwarf. Auf den wichtigsten Fabrikzweigen lagen außer-dem noch besondere Abgaben.

Welch' anderen Erfolg konnten alle diese Maßregeln haben, als

') N8. Depesche Tassis' vom 26. Juni 1601, L. 1426; vom 14. Februar1604, L. 1604; Consulta vom 2. Nov. 1603 und 6. Mai 1612, L. 1426,1427: Arch. v. Sim.

r) Leru. äs Illlou, Reskadlsoimisuto äs Ins tadrieus ^ eomsreio esx,(Madrid 1740), I. 50 1k. — Ilsturir, Iksoriea ^ kraetiea äs eomsreio ^mariim, cs-p. 1.b) VUoL, I. 133.

4) Nouenäu, 103.