Band 
Erster Theil.
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Franzisisch-s.ivoyischer Krieg.

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Wochen aus dem Wege von Paris nach Moulins zurück, bis end-lich die Entbindung der Marquise von einem todten Kinde und dieBitten Rosny's, des eifrigsten Anhängers des savoyischen Krieges,den König zur Abreise nach Lyon bewegten, wo er in der Thatnoch am 9. Juli anlangte.')

Und nun traf Heinrich auch alle Vorbereitungen für den Krieg,der große Schwierigkeiten zu bieten drohte. Einige Festungen desHerzogs, wie Bourg, Montmelian und Pinerolo, galten für un-überwindlich. That der Herzog nur wenige Monate Widerstand, sotrat die schlimme Jahreszeit ein, die inmitten der höchsten Alpen-ketten jede militärische Operation unmöglich machte. Einstweilenwürden dann auch die Spanier Lust und Kräfte gewonnen haben,sich in den Krieg zu mischen. Es galt also, mit Energie undSchnelligkeit zu handeln. Der König, der sich den Oberbefehl vor-behalten hatte, zog eine Armee von 15,000 Mann, Franzosen undSchweizern, zusammen. Aus Hugenotten wurde das neue RegimentNavarra gebildet. Die Schweizer wurden eingeladen, an dem Kriegegegen Savoyen theilzunehmen?) Der alte unfähige d'Estrees wurdevom Oberbefehl der Artillerie entfernt, und dieser Rosny übertragen.Der Letztere blieb noch in Paris, sammelte Gelder, hob Milizenaus, ließ vierzig Geschütze nach Lyon und Grenoble bringen undkam dann selbst zum Könige, um diesen zum Kriege zu er-muntern. si

Wirklich war dieses nothwendig, denn Karl Emanuel ließ nocheinmal alle seine Minen springen, um den König zur Nachgiebig-keit oder doch zum Aufschübe zu bewegen. Zeichendeuter, Wahr-sager und Astrologen erfüllten den Palast in Lyon mit düsterenProphezeiungen über die Zukunft Frankreichs, über das nahe furcht-

y miss., V. 245. — 8uI1x, Ose. ro^. III- 437 1. — Uatttiieu. I.

267 L,. — äs Ikon, 1. 125. V. 924. — U8. VoxaAS äu Hox (Uanuber.traiisgls, ?aris, vol. 4020 p. 36 -4 H.).

2 ) I/ötti. rriiss., V. 288.

y Genaue Schilderung der Rüstungen bei Aubigne, V. 5 x. 472 k.