Französisch-savoylscher Krieg.
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abgeneigt, und es wurde Visconti mit dieser Nachricht an den Her-zog von Savoyen geschickt. Es wurde verabredet, daß in Chambery')Verhandlungen zwischen dem Legaten von der einen, dem Kardinaldu Perron, dem Connetable Montmorency, dem Kanzler Bellievre,Villeroy und Jeannin von der andern Seite stattfinden sollten. DerHerzog sandte hierzu den Grasen Arconas und den Baron des Alymes.
Lange indeß wollten die Unterhandlungen keinen Fortgangnehmen. Die Spanier, die bis zum Ende Oktober ihre Truppen inItalien sehr verstärkt und sich der besten Plätze in Piemont ver-sichert, hatten plötzlich alle Friedensliebe verloren, und sie verblendetenauch den Herzog über seine verzweifelte Lage, indem sie ihn mitTrugbildern täuschten. Der König Philipp, so stellten sie ihmvor, sei schwächlicher Natur und, obwohl bereits zwei Jahre ver-heiratet, zeige doch seine Gemahlin kein Zeichen von Schwanger-schaft. Ebenso sei von Albrecht und seiner Frau keine Nachkommen-schaft zu erwarten. Es müsse also die Krone unzweifelhaft an desHerzogs ältesten Sohn als den Enkel Philipp'? II. fallen, und es müsseKarl Emanuel sich deshalb in Allem den Spaniern gefällig beweisen.
Auf französischer Seite zeigte man sich dem Frieden sehr ge-neigt. Als Ende Oktober der Graf von Ahremberg, der Gesandtedes Erzherzogs Albrecht in Paris, sich von dem Kanzler Bellievreverabschiedete, sagte ihm dieser: der Erzherzog möge sich doch zumVermittler in der Angelegenheit von Saluzzo machen, verlange jader französische König nicht mehr, als ihm von Rechtswegen ge-bühre. Aber Albrecht wollte von einer solchen Rolle nichts wissen?)
202 L ist hier in größter Verwirrung. — Den Unterhalt des Legaten über-nahm Heinrich IV. mit 200 Dukaten täglich; Winwood an Cec. 21. Dez. 1600,x. 286.
1) Nicht in Leon, wie Sullp, III. 497, behauptet; vgl. die Dep. Tassis'v. 15. Dez.
2) 8im. lontarini, 253 L (Lei.)
3) Havarrets, Oolloeeion XIII. 376 (Brief des 8rzh. an Lerma vom7. Nov. 1600).
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