Band 
Erster Theil.
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129
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Franzostsch-savoyrscher Krieg.

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zum Scheine, vom Könige ein Eheversprechen, bevor sie sich seinenWünschen unterwerfe. Heinrich war schwach genug, ihr zu will-fahren, und als Rosny, dem er das Dokument hierüber mittheilte,dasselbe in redlichem Eifer zerriß, stellte er ein zweites gleiches aus.')Die Klausel lautete: „Im Falle daß das Fräulein Henriette Katha-rine von Balzac in sechs Monaten von dem gegenwärtigen Tagean schwanger wird und einen Sohn gebiert, wollen wir sie öffent-lich zur Gemahlin und rechtmäßigen Gattin wählen."

Die Minister Heinrich's hielten ihn selbstverständlich durch eiuesolche listig abgezwungene Zusage nicht im mindesten für gebunden,sondern sahen sich nach einer vollbürtigen Gemahlin für ihn um.Die Wahl war leicht getroffen. Von den französischen Prinzessinnenkonnte ernstlich die Rede nicht sein; es würde dies nur zu einer,dem Königthums und der innern Ruhe des Reiches gefährlichenBevorzugung einer der vornehmen Familien geführt haben. Unterden auswärtigen Fürstentöchtern aber war die Auswahl nicht ebengroß. Die Jnfantin von Spanien hatte sich bereits verheirathet;die Prinzessin Arabella Stuart war der Hoffnung aus die Nachfolgein England beraubt; überhaupt wollte Heinrich wegen seiner Be-ziehungen zu Nom eine Nichtkatholikin nicht gern heirathen; derdeutsche Charakter war seinem Temperament zuwider:^) so richtetendie Blicke sich unwillkürlich auf Maria von Medici, die schöneNichte des Großherzogs von Toskana. Zwei Umstände ließen dieseVerbindung den französischen Staatsmännern sehr wünschenswertherscheinen: erstens die hohe Mitgift, die von den reichen Medicäernohne Zweifel zu erwarten war; und zweitens die Freundschaft des

') S. diese berühmte Scene bei III. 401 1k.

2 ) 8uII^, III. 208 I. Der König sagt: ä'ni enooro sntsnän parier äseertaines xrinosnesa ä'LIIsmnKns äont gs ri'ni pas rstsnn Iö8 noms; mnisIsn ksminss äs os pn.^8 ns ins rsvisvnent nulloinent. äs eroirnis tsn)onrsnn lob äs vin Mprv8 äs inoi; onbrs «gnspai oni äirs, epr'il )- a eu nns Ileinsäs selbe nntion enIRnneo, gni In pensnrniner: tont sein in'eu äsAonto.—Depesche NeviUe's an Cecil, 26. Mai 1599; bVinvosä, Neinorinl8, I. 29.

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